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Großer Andrang beim Familien-Sportfest

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15:56 15.09.2021
Schwertkämpfer und Kapitäninnen: Beim Familiensportfest im Göttinger Jahnstadion kamen alle Besucher auf ihre Kosten – und durften ganz viele Sportarten ausprobieren.
Schwertkämpfer und Kapitäninnen: Beim Familiensportfest im Göttinger Jahnstadion kamen alle Besucher auf ihre Kosten – und durften ganz viele Sportarten ausprobieren. Quelle: Swen Pförtner

Das Familien-Sportfest „Fit in Göttingen“ war ein voller Erfolg  – und der Name Programm: Im Jahnstadion haben am Sonntag Groß und Klein ihren sportlichen Eifer bewiesen, Trendsportarten ausprobiert und an insgesamt 40 Stationen Bewegungsfreude versprüht. Mehr als 800 sportbegeisterte Menschen nahmen an dem Event teil, das vom Stadtsportbund Göttingen und der Göttinger Sport & Freizeit GmbH (GoeSF) ausgerichtet wurde.

Ein Highlight war zweifellos, dass dank des Einsatzes von Göttinger Paddler-Club und TWG 1861 Bootfahren und Stand-up-Paddling möglich waren. In einem 20 mal sechs Meter großen Becken gab es Paddelschläge, Wellen und spritzendes Wasser zu sehen – und in der Folge natürlich strahlende Kinderaugen.

Baggern und Pritschen in der Sandgrube

In der Sandgrube war statt Springen eher Baggern und Pritschen angesagt: „Das Beachvolleyballangebot in der Weitsprunggrube wurde sehr gut angenommen“, berichtete Claudius Lohl. Ihm zufolge habe man „Sportskanonen mit viel Ballgefühl sogleich zur Schnupperstunde in den Verein eingeladen“.

Für Begeisterung sorgte auch die Kletterwand des Deutschen Alpenvereins. Schwindelfrei musste man auch beim sogenannten Aero-Trimm sein: Dort wurden die Wagemutigen in einem Gestell dreidimensional bewegt. Für Adrenalinschübe sorgte zudem bei vielen Gästen sicher auch schon das Zusehen bei den Freikämpfern, die mit Waffe und Schild aufeinander losgingen. Insgesamt waren rund 100 Vereinsvertreter und Helfer im Einsatz.

Joachim Pförtner, der geschäftsführende Vorsitzende des Stadtsportbundes (SSB), zog ein positives Fazit der Veranstaltung: „Die Vereine haben sich auf tolle, kreative Weise präsentiert. Und an allen Mitmach-Aktionen herrschte Hochbetrieb. Was will man mehr?“ Auch Andreas Gruber, der Geschäftsführer der GoeSF, war angetan von der bunten Bewegungswelt auf dem Rasen.

Bei einem kurzen Regenschauer demonstrierte der GoeSF-Chef zudem, dass Sportgeräte universell einsetzbar sind: Ein Boot diente, in die Luft gereckt, ihm und einigen weiteren Sportsfreuden als Schutz vor dem Starkregen. Bis auf dieses kurze Zeitfenster waren die Bedingungen vor Ort jedoch gut. Und gerade am Nachmittag herrschten bei teilweisem Sonnenschein ideale Bedingungen zum Austoben.

Mini-Tischtennis und Cross-Boccia

Pförtner und Gruber verfolgten gemeinsam mit Thomas Häntsch (Vorsitzender des Sportausschusses der Stadt Göttingen), Sylvia Binkenstein (Sportausschuss-Mitglied) und Ines Graeber (stellvertretende SSB-Vorsitzende) auch den Auftritt der Cheerleader-Gruppe des ASC Göttingen. Bei dem anschließenden rund einstündigen Rundgang samt Austausch erhielt das Quintett einen Einblick nicht nur in die Vielfalt der Göttinger Sportvereinslandschaft, sondern auch in ihre Belange.

Kathrin Bonacker, 56 Jahre alt, probierte sich vor Ort an Mini-Tischtennis, Cross-Boccia und Leichtathletik. Letztgenanntes, das von der LG Göttingen organisiert wurde, war für Finn Geiges der Höhepunkt: „Nebeneinander wurde zweimal der identische Parcours aufgebaut. Man konnte also im direkten Vergleich sehen, wer schneller ist“, sagte der Elfjährige. Sein jüngerer Bruder Lasse war von der Tischtennis-Maschine beeindruckt.

Auch der Volkssport Nummer eins durfte natürlich nicht fehlen. David Semrau, Jugendkoordinator des SC Weende, bilanzierte: „Wir haben mehr als 100 Urkunden für die Kinder ausgestellt, die unseren Fußball-Dribbelparcours bewältigt haben.“ Mehr als 100 Mini-Sportabzeichen wurden auch an der Station des SSB abgelegt.

Hartmut Stöpler brachte die Zielsetzung des Sportfests Fit in Göttingen auf den Punkt: Ein Mitmach-Angebot für alle Interessierten zu schaffen. „Unseren Sport haben wir heute Fünfjährigen genauso wie 80-Jährigen nähergebracht“, berichtete der Abteilungsleiter Bogensport des ASC Göttingen.

Von Timo Holloway

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