Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Fit-in-Göttingen Immer wieder ans eigene Limit gehen
Anzeigen & Märkte Themenwelten Advertorials Fit-in-Göttingen

Immer wieder ans eigene Limit gehen

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:04 30.08.2021
Der Altstadtlauf ist das traditionsreichste Großevent in den Sommermonaten. Zuletzt sind Läufer aller Alters- und Leistungsklassen 2019 in der Innenstadt gestartet.
Der Altstadtlauf ist das traditionsreichste Großevent in den Sommermonaten. Zuletzt sind Läufer aller Alters- und Leistungsklassen 2019 in der Innenstadt gestartet. Quelle: Peter Heller

„Gegründet haben wir unseren Verein mit der Idee, dass wir eine persönliche individuelle Betreuung anbieten möchten und sich gleichzeitig aus allen Mitgliedern ein Team entwickelt“, sagt Marco Tammen, Vorsitzender des TRT („Trident Racing Team e.V“), natürlich selbst Ausdauersportler. „Jeder Athlet trainiert nach seinen individuellen Zielen und durch eine hohe Betreuungsquote unserer Trainer kann er seine persönliche Weiterentwicklung generieren. Daneben steht für uns der Zusammenhalt des Teams im Blickpunkt, denn nur wenn das sportliche Umfeld stimmt, kann jeder seine Leistung abrufen und das Training macht noch mehr Spaß.“ Derzeit bestehe der Verein aus 16 Triathleten unterschiedlichen Alters und mit unterschiedlichen sportlichen Ambitionen.

„Das Schöne an unserer Sportart ist, dass sie für alle Altersklassen geeignet ist. Das Reglement gibt genau vor, ab welchem Alter welche Distanzen geschwommen, geradelt und gelaufen werden dürfen. So stehen bereits die Kleinsten mit sechs und sieben Jahren an der Startlinie“, sagt ASC-Trainerin Alessa Reiner, selbst aktive Triathletin.

Große Herausforderung an die Fitness

„Ausdauersport ist für jedermann geeignet. Es gibt aber Einschränkungen, die durch den individuellen Gesundheitszustand und die persönliche Fitness bedingt sind“, sagt Manuel Maidorn, Mitglied des Kern-Trainerteams des Rad Sport Club Göttingen (RSC). „Triathlon kombiniert Schwimmen, Radfahren und Laufen miteinander, stellt also auch eine besondere Herausforderung an die Fitness dar.“ Dies müsse bei Kindern und Heranwachsenden berücksichtigt werden, um nicht während ihrer Entwicklung ein zu großes Trainingspensum zu absolvieren. „Es ist ratsam über eine gewisse Grundfitness zu verfügen, bevor man sich in das Triathlon-Abenteuer stürzt. Die meisten Sportler haben zuvor mindestens eine der drei Teildisziplinen mehr oder weniger regelmäßig betrieben und bauen dann darauf auf“, sagt Maidorn.

Triathlon sei sehr trainingsaufwändig, betont Tammen. „Denn allein mit einer Einheit pro Sportart pro Woche, sind drei Trainings zu absolvieren.“ Für einen kompletten Triathlon-Anfänger, ohne Erfahrung in einer anderen Ausdauersportart, sei es zunächst wichtig, sich Zeit für ein längeres Ausdauertraining zu nehmen. Der Einstieg werde erleichtert, wenn ein Athlet schon schwimmen könne. „Triathleten benötigten ein trainiertes und gesundes Herz-Kreislaufsystem und für Rad- und Lauf-Disziplin müssten Knie und Gelenke den jeweiligen Belastungen standhalten können, sagt Tammen.

Für Lizenz: Arzt muss „Okay“ geben

Generell sollte man sich vor Aufnahme von sportlicher Aktivität vom Arzt durchchecken zu lassen, gerade wenn sie neu oder ungewohnt ist, erläutert Reiner. Sobald man im Triathlon mit Lizenz bei Wettkämpfen starten möchte, werde ein ärztliches „Okay“ vom Landesverband gefordert, berichtet Reiner. Und: „Vor der ersten Triathlon-Teilnahme ist es ratsam, jede der einzelnen Teildisziplinen in ihrer Distanz bereits absolviert zu haben.“

„Tatsächlich benötigt ein Anfänger gar nicht so viel Equipment: Eine Badehose/Schwimmanzug, Sportbekleidung, ein Touren- oder Rennrad inklusive Helm sowie Laufschuhe sind die Grundausstattung“, sagt Maidorn, Wer sich im Laufe des Trainings dann ehrgeizige Ziele stecke, investiere in weiteres Equipment. „Die Trainer und erfahrenen Athleten helfen gerne beratend bei der Auswahl von neuen Anschaffungen.“ Wie überall sind nach oben bei dieser materialintensiven Sportart kaum Grenzen gesetzt. „Wir vom Verein unterstützen, indem wir Trainingszeiten und Trainer im Wasser und auf der Laufbahn zur Verfügung stellen“, berichtet Tammen. Darüber hinaus gäbe es regelmäßig Fälle, in denen sich jemand neues Equipment zulegt und beispielsweise Neoprenanzüge oder Fahrräder kostengünstig weitergibt. „Im ASC Göttingen sind wir gerade dabei, für unsere Triathlon Kinder- und Jugendabteilung einen Bestand an Rennrädern aufzubauen, damit die Kinder die Möglichkeit haben, diese jahresweise zu leihen“, berichtet Reiner.

Körperliche Grenzen überwinden und verschieben

Oft höre man die Sportler sagen, „Ein Triathlet ist jemand, der nicht verstanden hat, dass eine einzelne Sportart schon hart genug ist.“ Das Zusammenspiel der Sportarten sei oftmals wie ein großes Orchester, in dem vieles zusammenspielen müsse, damit es rund laufe, sagt Tammen. „Wir haben in der Corona-Zeit Glück gehabt, konnten trotz geschlossener Schwimmbäder zwei Drittel unserer Sportarten trainieren“, sagt Tammen. „Aber am Ende geht es immer um einen selbst und die Überwindung oder Verschiebung von körperlichen und mentalen Grenzen“, so Tammen, er betont aber gleichzeit, dass ein gemeinsames Training mehr Freude bereitet.

„Triathlon ermöglicht dabei eine ganzheitliche Körpererfahrung, bei dem sehr viele verschiedene Muskelgruppen angesprochen werden“, berichtet Maidorn. „Es ist also eine sehr gute Möglichkeit, den eigenen Körper kennenzulernen und zu erfahren, was er alles zu leisten im Stande ist.“ Und dann sei ein Erfolgserlebnis, wenn man die eigene Zeit wieder ein kleines bisschen unterboten habe. Allerdings sei bei einem Langdistanz-Triathlon (3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren, 42 km Laufen) schon das Durchhalten eine beachtliche Leistung und für viele Triathleten ein erträumtes Ziel, sagt Maiborn.

„Das Tolle beim Triathlon ist, man kann schneller werden, eigene neue Bestzeiten aufstellen oder eben auch auf die längeren Distanzen wechseln“, bestätigt Reiner. „Dann geht es nicht mehr um schneller, sondern um weiter.“ Auch sie betont den Teamgeist. „Die Trainingseinheiten werden gemeinsam durchgeführt, das gemeinsame Leiden bei harten Einheiten verbindet und motiviert.“ Die ASC-Triathleten seien mittlerweile auf allen Distanzen vertreten. „So haben wir Athleten, die mit einem zukünftigen Start auf Hawaii liebäugeln, während die anderen im Ligabetrieb nach dem Aufstieg in die höhere Liga greifen“, so Reiner.

 

Mehr Informationen zum Triathlon und zu den Trainingsmöglichkeiten gibt es unter rsc-goettingen.de, asc46.de und trident-racing-team.de.

Von Frank Beckenbach

Fit-in-Göttingen Schützenplatz und Funsporthalle ermöglichen Sport auf Rollen und Rädern - Mekka für Skateboarder und Inlineskater
24.08.2021
Fit-in-Göttingen Stand-up-Paddling ein besonderes Naturerlebnis auf dem Kiessee - „Wie eine feste Luftmatratze, auf der man fahren kann“
24.08.2021
Fit-in-Göttingen Sport-Familien-Fest „Fit in Göttingen“ am 12. September im Jahnstadion - Kletterwand, Kanurutsche, Cross-Boccia
18.08.2021