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Rope Skipper des TV Roringen trainieren für die WM

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14:29 18.08.2021
Training für internationale Meisterschaften: Annika und Svenja Reinhardt in der Sporthalle Herberhausen.
Training für internationale Meisterschaften: Annika und Svenja Reinhardt in der Sporthalle Herberhausen. Quelle: Markus Hartwig

An diesem Montagabend trainieren hier Annika und Svenja Reinhardt vom TV Roringen für die Weltmeisterschaft im Rope Skipping in Kanada. In den vergangenen Jahren war das mehrköpfige Team kontinuierlich bei Europa- und Weltmeisterschaften vertreten und konnte sich einige Medaillen erspringen (so in Frankreich, Portugal, Schweden, Österreich, USA und Norwegen). Auch für die WM in Kanada 2020 und 2021 haben sich die Springer qualifiziert – im vergangenen Jahr fiel sie aufgrund der Corona-Maßnahmen komplett aus, in diesem Jahr ist man auf virtuelle Meisterschaften umgeschwenkt. Virtuell bedeutet, dass die Disziplinen gefilmt werden müssen. Für die Roringer sind es 13 Qualifikationen. Der Ablauf: Code vor die Kamera halten – Gesichtserkennung – Startplatz einnehmen – los geht’s.

Seilspringen kennt fast jeder aus seiner Kindheit. Doch damit hat das aktuelle Rope Skipping nichts mehr zu tun. Häufig wird es unter „Akrobatisches Seilspringen“ abgespeichert. Rope Skipping ist eine Sportart, die in den 70er-Jahren aus den USA nach Europa gekommen ist.

Ganzkörpertraining aus  Rhythmus, Kraft und Spaß

Bei Rope Skipping geht es um Schnelligkeit, Koordination, Kondition, Rhythmus, Kraft und Spaß. Seit einigen Jahren ist Rope Skipping in den Schulen angekommen und fester Bestandteil von Rahmenlehrplänen, wird in Aufnahmeprüfungen der Universitäten integriert, findet Anwendung im Fitnessbereich und – wie in der Sporthalle in Herberhausen – im Breiten- und Leistungssport.

„Wir bewegen wöchentlich 40 Kinder mit dem Seil. Unsere Jüngsten sind sechs Jahre und die Ältesten Springer 24 Jahre. Es sind hauptsächlich Mädchen, in den USA beispielsweise ist es gleich verteilt“, weiß Trainerin Astrid Reinhardt. Die Elemente beim Springen verlangen und trainieren Kraft und Ausdauer, gepaart mit Schnelligkeit und Koordination. „Also ist Rope Skipping ein Rundum-Ganzkörper-Training.“

Zwar ist der TV Roringen auch für die Rope Skipper ein Breitensportverein. Aber durch die vielen nationalen und internationalen Erfolge springt das erste Team mit Annika und Svenja Reinhardt, Enja Kubitschke und Viviane Simon im Leistungssport. „Mit Breitensport hat die Anzahl der Trainingseinheiten nichts mehr zu tun“, stellt Astrid Reinhardt fest.

Schneller Sport mit  kreativen Elementen

„Seile passen in jeden Koffer“, ist das Motto von Annika und Svenja Reinhardt, die für ihre Titel viel gereist sind. Die beiden 24-jährigen Sportstudentinnen trainieren rund viermal in der Woche für ihren schnellen Sport, der sowohl einzeln als auch im Team betrieben werden kann, und kreative wie vorgegebene Teile vereint. Annika Reinhardt: „Es gibt vorgegebene Speeddisziplinen für Einzelstarter und für Teams. Freestyle ist da schon lockerer, hier werden die Choreografien individuell von den Teams zusammengestellt.“

Annikas Schwester Svenja ergänzt: „Bestimmte Sprünge geben bestimmte Punkte. Auch hier gibt es Pflichtteile.“ So müssten im Freestyle Power- und Gymnastikelemente vertreten sein, genauso wie Multiples und Seiltricks. „Die Freestyles werden auf Musik gesprungen, Takt und Musikumsetzung haben ebenso wie Ausdruck und Entertainement Einfluss auf die Bewertung der Kampfrichter.“

Das Schöne am Rope Skipping sei, dass es fast überall umzusetzen ist und das Sportgerät, also das Seil, in jede Tasche passt.  „Der Kreativität sind beim Rope Skipping keine Grenzen gesetzt. Es ist dynamisch, kraftvoll, schnell, akrobatisch, gymnastisch und trainiert die Koordination. Rope Skipping hält fit“, sagt Annika Reinhardt.

Von Markus Hartwig

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