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Fit-in-Göttingen „Wie eine feste Luftmatratze, auf der man fahren kann“
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„Wie eine feste Luftmatratze, auf der man fahren kann“

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13:05 24.08.2021
Stand-up-Paddling auf dem Kiessee
Die TWG-Übungsleiter Freya Pense und Gunnar Zieseniß beim Stand-up-Paddling auf dem Kiessee. Quelle: Helge Schneemann

Für dieses besondere Angebot sorgen der Göttinger Paddler-Club sowie der TWG 1861, die gemeinsam 16 SUP-Boards angeschafft und Kurse für Einsteiger ausgeschrieben haben.

Stand-Up-Paddling besticht durch vieles, vor allem aber durch seine Einfachheit: Ein Brett, auf dem man steht, dazu ein Paddel, das man hält – mehr braucht es nicht, um sich im Gewässer fortzubewegen, sich und die Gedanken treiben zu lassen. „Eigentlich ist ein SUP-Board wie eine feste Luftmatratze, auf der man fahren kann. Man kann die Gegend erkunden und somit die Abenteuerlust stillen“, sagt Gunnar Zieseniß, der Vorsitzende des Göttinger Paddler-Clubs (GPC).

Klaus Pense vom TWG ist der Vorreiter

Vorreiter der Idee, SUP auf dem Kiessee anzubieten, war der TWGer Klaus Pense. „Im Urlaub haben wir in der Lübecker Bucht gesehen, dass eine hohe Nachfrage besteht. Da dachte ich: Zum Kennenlernen und Erlernen ist der Kiessee bestimmt ideal“, so der stellvertretende Vorsitzende im Bereich Sport. Wie die ersten persönlichen Erfahrungen für den 62-Jährigen gewesen sind? „Es ist für mich noch ein bisschen wackelig“, resümiert Pense, um mit einem Lachen hinzuzufügen: „Aber es wird schon deutlich besser. Denn ich bekomme ja Privatunterricht von meiner Tochter.“

Penses Tochter heißt Freya, und sie sorgt nicht nur bei ihrem Vater für mehr Sicherheitsgefühl: Als SUP-Instructor hat sie auch den ersten Kurs auf dem Kiessee geleitet und den Aktiven dabei verschiedene Paddelschläge und Wendemanöver vermittelt. „Stand-up-Paddling ist für mich eine Mischung aus kraftvollem Sport, aus Meditation und Naturerlebnis“, sagt sie. Die 31-Jährige habe in ihrem Kurs ein breites Spektrum bedient, Frauen wie Männer, 16-Jährige wie 60-Jährige. Schon am 13. September beginnt ein weiterer Kurs, die Voraussetzungen zur Teilnahme lauten: Schwimmfähigkeit und Badebekleidung.

Im Vergleich zum Bootfahren sieht Freya Pense beim SUP klare Vorzüge. „Man muss nicht sitzen, sondern kann sich hinknien oder hinstellen. Und nach einem Sprung ins Wasser kann man sich direkt auf dem Board sonnen“, verdeutlicht sie. Auch Zieseniß stellt die niedrige Einstiegshürde heraus: „Jeder kommt vorwärts. Und sei es, indem man zur Not etwas mit den Armen paddelt.“

Deutlich wird: Der Erfolg der Sportart ist auf seine Einfachheit zurückzuführen, auf das Archaische, auf die Verbindung zur Natur. Wer hat nicht einen Zeichentrickfilm für Kinder vor Augen, in dem die Hauptfigur auf einer Baumrinde von einem Ufer zum anderen gelangt, ein Ast dient als Paddel? Auch wenn es im SUP Wettbewerbe gibt und die Göttinger Vereine mit einem Trainingsangebot für Fortgeschrittene liebäugeln, geht es beim SUP doch auch um den Freizeitsport-Charakter.

Es gibt beim SUP feste und aufblasbare Boote

Boot-Typen gibt es zweierlei, feste ebenso wie aufblasbare. Die Wahl sei, wie Freya Pense erklärt, vor allem eine Geschmacksfrage. Allerdings muss man kein Physiker sein, um festzustellen, dass es schwierig wird, feste SUP-Boards auf Rucksackgröße zusammenschrumpfen zu lassen – was mit aufblasbaren hingegen problemlos möglich ist.

Am Kiessee haben sich offenbar zwei gefunden: Dieses Motto gilt einerseits für die beiden Vereine, die das neue Angebot umsetzen. Aber es gilt andererseits auch für die Kombination aus SUP und Kiessee. „Das Paddling strahlt ungemeine Ruhe aus“, sagt Klaus Pense – und dass dies auch für den Kiessee gilt, ist unbestritten.

Der Reiz der Ruhe wird auch an zwei Zukunftsvisionen von TWG und GPC deutlich: Zum einen besteht die Idee, Yoga auf SUP-Brettern anzubieten. Zum anderen, ein Moonlight-Paddling durchzuführen. Mit dem SUP auf dem Kiessee liegen und den Sternenhimmel beobachten: Man muss weder Romantiker noch Wassersportler sein, um diese Vorstellung als wohlig zu empfinden.

Von Timo Holloway

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