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Thomas Ehbrecht
Thomas Ehbrecht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:49 06.09.2017
Thomas Ehbrecht Quelle: Frank Beckenbach
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Thomas Ehbrecht

  • Geboren 1964
  • hat vier ältere Brüder und eine ältere Schwester
  • Verheiratet, keine Kinder
  • Gelernter Industriekaufmann
  • Allround-Unternehmer, Inhaber der Thomas Ehbrecht-Firmengruppe mit Schwerpunkt Verpachtung und Vermietung von Gewerbe- und Privatimmobilien in ganz Südniedersachen

„Ich bin ein typischer mittelständischer Unternehmer und die Steuern, die ich zahle, die bleiben in Deutschland“, sagt Ehbrecht, der Ende des Jahres 53 Jahre alt wird. „Wenn etwas nicht so läuft, wie ich mir das vorstelle, da kann ich nicht zusehen“, benennt er seinen Beweggrund nun in die große Politik einzusteigen. „Es kribbelt dann regelrecht und dieses Gefühl habe ich derzeit.“

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Durch seinen im letzten Jahr verstorbenen Vater Alois, Ehrenbürger der Gemeinde Obernfeld, war er von Kindesbeinen mit Kommunalpolitik konfrontiert. Ehbrecht engagierte sich im Gemeinderat, im Samtgemeinderat Gieboldehausen und ist Vorstandsmitglied im CDU-Kreisvorstand Göttingen. „Ich habe immer gerne Ehrenämter übernommen. Sie sind ein wichtiger Bestandteil unseres Gemeinwesens, ob in der Politik, in Vereinen oder bei der Freiwilligen Feuerwehr.

Als Inhaber einer Unternehmensgruppe weiß er, wie groß und wie wichtig die Verantwortung für seine Mitarbeiter ist. „So möchte ich es auch in der Politik umsetzen, ich sehe mich als Dienstleister der Wähler – und möchte ihre Wünsche für die Region durchsetzen“, sagt Ehbrecht, der mit 18 Jahren in die CDU eingetreten ist.

Die Landwirtschaft und der ländliche Raum sind ihm dabei besonders wichtig. „Sollten die Wähler mir ein Mandat geben, dann würde ich in Hannover gerne im Landwirtschafts- oder im Wirtschaftssauschuss arbeiten.“ Ein wichtiges Ziel für Ehbrecht ist eine starke Entbürokratisierung. „Es gibt viel zu viele Regulierungen“, sagt er. „Es kann doch nicht richtig sein, dass ein Landwirt heute deutlich mehr Zeit am Schreibtisch verbringen muss als auf dem Feld.“

Als möglicher Nachfolger von Lothar Koch weiß Ehbrecht, dass er in nicht gerade kleine Fußstapfen tritt. „Lothar Koch hat über einen langen Zeitraum ein hervorragendes Netzwerk aufgebaut. Dieses Netzwerk ist wichtig, um die Arbeit fortzusetzen“, sagt er. Doch seine Mittel werden moderner sein. Gerade signalisiert sein Smartphone, dass wieder eine Whatsapp-Nachricht eingegangen ist.

Viel hält Ehbrecht vom Südniedersachsenplan. „Unsere Region darf nicht abgekoppelt werden, der Plan muss auch in der kommenden Legislaturperiode unter einem Ministerpräsidenten Bernd Althusmann erhalten bleiben“, sagt Ehbrecht. Mit Althusmann verbindet ihn die Liebe zu Namibia, dort engagiert sich Ehbrecht sowohl sozial als auch geschäftlich.

Ganz wichtig ist Ehbrecht eine starke Sparkasse Duderstadt. Er glaubt nicht, dass es zu einer Fusion mit der Sparkasse Göttingen kommen wird, er bevorzugt im Falle eines Zusammenschlusses die „Ringsparkasse“ – die Sparkasse Duderstadt mit den Sparkassen Osterode und Hann. Münden, bei dem Erhalt der Hauptstelle in Duderstadt.

Damit die Region wirtschaftlich florieren kann, setzt Ehbrecht auf den Ausbau der Internet-Verbindungen. Das ist ein Muss, wir müssen auf Giga- und Terrabit gehen“, sagt der leidenschaftliche Jäger. „Das Internet ist heute Existenzgrundlage für jeden Betrieb, aber auch für jeden Haushalt.“

„Chapeau“, das sagt er zum „Bürgerunternehmer“ Hans-Georg Näder und seiner Firmengruppe Otto Bock. „Diese Leistung verdient höchsten Respekt, ich hoffe für den Wahlkreis, dass das Unternehmen auch weiterhin so floriert.“

Sicherheit, das sei ein wichtiges Thema, es treibt Ehbrecht auch beruflich um. „Die Menschen müssen sich einfach sicher fühlen“, sagt der Christdemokrat. „Und zwar überall. Ich möchte, dass auch eine einzelne Person ohne ein mulmiges Gefühl abends in Duderstadt und Göttingen über die Straße gehen kann.“ Dafür sei mehr Polizeipräsenz unbedingt notwendig. „Das ist eine wichtige Aufgabe für die nächste Legislaturperiode“, sagt Ehbrecht. „Ich möchte auch erreichen, dass die kleinen Dienststellen ihren Status behalten.“

Das Duderstädter Krankenhaus St. Martini ist für die Region wichtig, sagt Ehbrecht. „Ich werde mich für seinen Erhalt einsetzen und möchte versuchen andere Fachbereiche zu etablieren.“ Ganz wichtig, so Ehbrecht, sei da die Telemedizin. Bei einer Operation, die in Duderstadt durchgeführt werden kann, soll ein Spezialist via Internet zugeschaltet werden. „Da ist es ganz gleich, ob der aus Göttingen, Kapstadt oder Helsinki kommt. Das wird die Zukunft der Krankenhäuser sein und da soll St. Martini unbedingt mit dabei sein“, sagt Ehbrecht. Auch die ländlichen Ärzte werden in Zukunft mit der Telemedizin arbeiten. „Dafür müssen die Voraussetzungen geschaffen werden.“

Sein Landtagswahlausblick: „Für Hannover wünsche ich mir eine schwarz-gelbe Koalition. Wir werden die stärkste Kraft im Land und ich werde genügend Stimmen bekommen, um den Wahlkreis zu gewinnen. Doch nun wird erst einmal Wahlkampf für unseren Bundestagskandidaten Fritz Güntzler gemacht, damit Angela Merkel Bundeskanzlerin bleibt“