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Campus Elf neue Digitalisierungsprofessuren für Göttingen
Campus Elf neue Digitalisierungsprofessuren für Göttingen
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18:07 13.11.2019
Sowohl an der Universitätsmedizin Göttingen als auch an der HAWK wird es je eine Professur im Bereich Medizintechnik geben. Quelle: Alissa Lange
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Göttingen

Das Land Niedersachsen hat 40 neue Digitalprofessuren bereitgestellt – elf gehen an die Universität Göttingen und die HAWK Hildesheim/Holzminden/Göttingen. In ihrem Antrag zur „Data Science Region Südniedersachsen“ setzten die beiden Hochschulen im Wettbewerb für die Professuren den Schwerpunkt auf Data Science – eine Wissenschaft, in der aus Daten Wissen generiert wird. Insgesamt waren acht niedersächsische Hochschulen mit ihrer Bewerbung erfolgreich.

Die Nachfrage nach Professoren im Bereich Digitalisierung ist deutschlandweit sehr hoch. In Göttingen will man die Gelegenheit nutzen, um Digitalisierung ganzheitlich intensiver zu erforschen – welche Auswirkungen sie auf die Gesellschaft hat, zum Beispiel. Die HAWK und die Universität erhalten nun jährlich fast zwei Millionen Euro, teilten die Pressestellen der Hochschulen mit. In den ersten sechs Jahren komme ein Startkapital von neun Millionen Euro hinzu.

Vorteilhafte Kooperation

Die HAWK und die Universität Göttingen blicken auf eine langjährige Kooperation zurück. Diese wird von den Vertretern der Hochschule als erfolgreich eingeschätzt – die beiden Institute weisten schließlich unterschiedliche Schwerpunkte auf: Während an der HAWK technische Disziplinen im Mittelpunkt stünden, bringe die Universität eine Grundlagenforschung auf internationalem Niveau mit.

Um Data Science langfristig als einen etablierten Schwerpunkt zu setzen, wurde im Mai 2019 das Campus-Institut Data Science (CIDAS) gegründet. Dieses führe die Akteure aus den unterschiedlichen Institutionen zusammen. Die beiden Hochschulen erklären, Data Science sei eine Disziplin, die unter anderem für Bildanalysen zur Infrastrukturentwicklung in der Region dienen kann. Themengebiete wie Softwaretechnik für Data Science, Datensicherheit, Analyse wissenschaftlicher Informationsressourcen sollen zudem gefördert werden. Der Masterstudiengang Data Science ist außerdem angedacht.

Die Region profitiert

Zu dem Erfolg äußert sich Prof. Norbert Lossau, Vizepräsident für Infrastrukturen der Universität Göttingen:„Die Data Science-Strategie der Universität und das kürzlich gegründete Campus-Institut Data Science werden mit dieser Bewilligung eine großartige und nachhaltige Unterstützung für Forschung, Lehre sowie Kooperation mit den Unternehmen erfahren.“

Auch HAWK-Präsident Dr. Marc Hudy betont den Mehrwert für die regionalen Unternehmen: Sartorius, Ottobock, PHYWE, aber auch andere Unternehmen profitierten von den neuen Professuren. Dies entspreche dem Ansatz, anwendungsorientiert zu forschen und eine Vernetzung in der Region zu unterstützen.

Von Anja Semonjek

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