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Campus Erfindungsreich: Workshop über Kreativität
Campus Erfindungsreich: Workshop über Kreativität
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19:18 20.01.2019
Szenische Darstellung spontaner Assoziationen im Workshop Erfindungs-Reich Quelle: cb
Göttingen

Unter der Überschrift „Erfindungs-Reich“ hatte die katholische Hochschulgemeinde Göttingen (khg) Interessierte zu einem Workshop eingeladen. Im Mittelpunkt der fünfstündigen Veranstaltung stand das Thema Kreativität.

„Wer erfindungsreich sein will, sollte nicht in den Such-, sondern in den Finde-Modus gehen.“ Die eigene Kreativität zu finden, hatte Peter-Paul König, systemischer Berater und Leiter der khg, daher ins Zentrum seines Workshops gestellt. Fragestellungen wie „Wie entfache ich meine Kreativität? Wie mache ich mich offen für Intuition und Inspiration?“, sollte in der Veranstaltung praktisch nachgegangen werden.

„Was charakterisiert euch und mit welchen Erwartungen geht ihr in den Workshop?“, hatte König die Teilnehmenden gefragt. Neugierde und die Suche nach Inspiration bestimmte die Erwartungshaltung. Das Kernstück des Einstiegs in das Thema legte Elisa Reinecke offen. Ihr sei es früher leichter gefallen, kreativ zu sein, erklärte die Studentin, die auch in der khg-Band aktiv ist. Nun fühle sie sich oft durch den Verstand gesteuert und dadurch in ihrer Kreativität gehemmt.

Vom Verstand limitiert, sei es schwer, Kreativität zu entfalten, bestätigt auch König und erklärt, dass es ihm in seinem Workshop auch ein Stück weit darum ginge, welche Techniken dabei helfen könnten, die Beschränkungen, die der Verstand vorgibt, einzureißen.

Eine Möglichkeit sei es, sich in andere Personen oder Situationen zu versetzen, ermutigt König seine Teilnehmer und führt als Beispiel an, dass er auf einer Kinderfreizeit einmal eine Handpuppe mitgenommen hatte, um mit den Kindern in Kontakt zu treten. Dabei hatte die Katze allerlei künstlerische Freiheiten, eine Fistelstimme und sprach nur in Reimen. „Die Katze, die darf auch mal schlecht reinem. Die muss nicht perfekt sein.“

Offenheit ist ein Gedanke, den König ebenfalls betont. „Man muss in sich selber horchen und intuitiv handeln und man muss offen sein für Inspiration von außen.“ Intuition und Inspiration sollten miteinander wirken, so der Referent. „Das ist eigentlich das, was bei Kreativität passiert.“

Methodisch gibt König den Teilnehmenden eine Vielfalt von Möglichkeiten an die Hand. So folgt auf die Assoziation von Charaktereigenschaften und Erwartungen anhand der Buchstaben des eigenen Vornamens eine szenische Darstellung.

Gemeinsam zeichnen ohne zu kommunizieren – eine Herausforderung. Quelle: cb

Jeweils zwei passende Begriffe sollen zu einem vorgegebenen gefunden und dargestellt werden. Auf „Hund“ folgen so zunächst logisch „Baum“ und „Herrchen“. Während sich die Gruppe vergleichsweise schnell auf die Aufgabe einlässt, werden die Assoziationen mit steigender Geschwindigkeit spontaner benannt, bis plötzlich drei Teletubbies im Teilnehmerkreis stehen. Anders formuliert könnte man auch sagen, dass König einen ersten Teilerfolg verbuchen kann, als die Mitwirkenden nicht mehr zuerst reflektieren, welcher der richtige Gedanke sein könnte, sondern sich intuitiv in die Situation begeben.

Der Workshop „Erfindungs-Reich“ gehört in eine Reihe von Veranstaltungen zum Semesterthema „Reich werden“ der khg. Neben regelmäßigen Gottesdiensten bietet die khg auch verschiedene Aktionen und Events an, die für alle Studierenden und Mitarbeitenden der Universität offen sind. Auch Interessierte andere seien aber willkommen, betont König.

Von Claudia Bartels

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