Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Campus Forschungsgruppe entdeckt Helium-Schweif
Campus Forschungsgruppe entdeckt Helium-Schweif
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:07 17.12.2018
Künstlerische Impression des Exoplaneten WASP-69b vor seinem Zentralstern. Quelle: Gabriel Perez Diaz (IAC)
Anzeige
Göttingen

Das internationale Forschungsteam unter Beteiligung des Instituts für Astrophysik der Universität Göttingen hat seine Ergebnisse der Betrachtung des Gasplaneten WASP-69b in der Fachzeitschrift Science vorgestellt. Der extrasolare Gasplanet zieht einen kometenähnlichen Schweif aus Heliumpartikeln hinter sich her.

Das Carmenes-Instrument wurde verwendet, um die Athmosphäre des Gasplaneten zu beobachten. Das 3,5-Meter-Teleskop des Calar Alto Observatoriums ist in Almería, Spanien, installiert und ermöglicht den Forschern sowohl sichtbares als auch infrarotes Licht zu untersuchen. WASP-69b wurde beobachtet, als er vor seinem Zentralstern vorüberzog. Einen Teil des Sternlichts verdeckten der Planet und seine Atmosphäre dabei. „In einem Bereich des Spektrums, in dem Heliumgas Licht absorbiert, haben wir eine größere und länger anhaltende Verdunklung des Sternenlichtes beobachtet“, sagte Hauptautorin Lisa Nortmann, ehemalige Doktorandin am Institut für Astrophysik Göttingen. „Die längere Dauer dieser Absorption lässt den Schluss zu, dass der Planet einen Schweif hat.“

Dr. Mathias Zechmeister Quelle: R

Insgesamt fünf Planeten sowie die Zentralsterne der fünf Exoplaneten wurden von der Forschungsgruppe betrachtet. Es gebe Hinweise darauf, dass Helium in den Atmosphären der Planeten registriert werde. „Dies ist ein erster großer Schritt, um herauszufinden, wie sich die Planeten-Atmosphären im Laufe der Zeit entwickeln“, sagt Mitautor Dr. Mathias Zechmeister vom Institut für Astrophysik Göttingen. „Die Ergebnisse solcher Studien könnten bestätigen, dass hochenergetische Strahlung vom Zentralstern die gasförmige Hülle von Gasplaneten abstreifen kann. So könnten sie sich in felsige Planeten mit einer ähnlichen Dichte wie der Venus oder der Erde verwandeln.“

Von Claudia Bartels

Ein Plädoyer für das gedruckte Wort hat Gerhard Steidl gehalten. Im Alten Auditorium hat der Göttinger Verleger über die „Renaissance des Analogen in der digitalen Welt“ gesprochen.

13.12.2018

Die landwirtschaftliche Bibliothek der Albrecht-Thaer-Gesellschaft zieht von Celle nach Göttingen um. Künftig werden die historischen Werke in der Universitätsbibliothek (SUB) aufbewahrt.

12.12.2018
Campus Archäologie der Kunst - Winckelmann-Ausstellung

Die Ausstellung „Schönheit und Wissenschaft. Winckelmanns Archäologie der Kunst“ endet mit einer Finissage am 9. Dezember, seinem 301. Geburtstag.

05.12.2018