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Göttingen „Wir stehen dahinter. Für alles, was vor uns liegt“
Campus Göttingen „Wir stehen dahinter. Für alles, was vor uns liegt“
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16:00 09.06.2018
Prof. Arnulf Quadt berichtet über die „Erfolgsgeschichte“ des Göttinger Universitätsbundes. Quelle: Hey
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Göttingen

„Die ersten 100 Jahre waren ein fantastischer Anfang, und wir sind gespannt, welche Menschen und Projekte wir in Zukunft fördern wollen.“ Mit diesem Worten leitete Prof. Arnulf Quadt, Vorstandsvorsitzender des Universitätsbundes, sein Grußwort im Programmheft ein. Und tatsächlich war sein Blick bei aller Freude über das bereits Erreichte an diesem Vormittag mehrfach nach vorn gerichtet.

Doch zunächst galt es, die Höhepunkte eines ganzes Jahrhunderts aufzuarbeiten. Für alle nicht Vereinsmitglieder erklärte zur Eröffnung Moderator Lars Wätzold, was der Universitätsbund eigentlich ist. Er habe es sich so erklären lassen: „Der Universitätsbund ist so etwas wie der Förderverein der Uni.“ Und mit einem Blick in die sonnendurchflutete Aula machte er die Förderung konkret anschaulich: Das Parkett, die Jalousien, die Bestuhlung und der Konzertflügel seien durch den Bund finanziert. „Ohne ihr Engagement stünden wir hier also in einem Rohbau und die Musiker müssten uns etwas auf dem Kamm blasen.“

Zum Wohle der Universität

Statt dessen sorgten die Mitglieder der Akademischen Orchestervereinigung Göttingen (AOV) und der XYJazz-Bigband für den feierlichen Rahmen des Geburtstags in passendem Ambiente. Auch als Dank, denn beide werden durch den Bund gefördert. Nur zwei von zahlreichen Projekten, die Quadt im Rahmen seiner „Erfolgsgeschichten“ auflistete.

Der Bürgerverein habe sich seit 1918 dem Wohle der Universität verschrieben. So seien bis heute zehn Millionen Euro in die Förderung des kulturellen, des akademischen und des sozialen Lebens der Universität geflossen. Viele heute selbstverständliche Elemente des Göttinger Lebens gingen auf das Wirken des Vereins zurück. So trat er als erster Veranstalter der Händel-Festspiele auf, organisierte die Unibälle und unterstützt bis heute zahlreiche Institutionen und Angebote, wie das Thop, die Kinderuni und Konzertabende.

Millionen von Expeditionskilometer

Aber auch in der direkten Unterstützung von Studierenden hat sich der Universitätsbund unentbehrlich gemacht. Millionen von Exkursionskilometern quer über alle Kontinente seien laut Quadt mittlerweile mit dem Geld der Förderer und Spender zusammengekommen. Auch Tagungen, Ausstellungen, Publikationen wurden individuell unterstützt. Dank des Geldes aus den Reihen der Bürgerschaft konnten in der Universität außerdem Hörsäle saniert und technische Infrastruktur geschaffen werden.

Der Vorsitzende beschränkte sich in seiner Aufzählung auf einen Auszug und verwies für einen vollständigen Einblick auf die Arbeit von Prof. Wolfgang Sellert. Der hatte pünktlich zum Jubiläum einen historischen Abriss auf 352 Seiten vorgelegt. „Keine leichte Arbeit“, wie er betonte. Denn die Geschichte des Universitätsbundes bestehe überwiegend aus Zahlen und Geldbeträgen. Es habe ihn gut zweieinhalb Jahre gekostet, diese lesbar zu Papier zu bringen.

Großes Dankeschön der Universität

Mit einem großen Dankeschön wandte sich Unipräsidentin Prof. Ulrike Beisiegel an die Jubilare. Der Verein handele seit 100 Jahren getreu dem Motto, das auf der Gründungsmünze der Universität zu lesen ist: „Zum Wohle aller“. Und gerade in jüngster Zeit habe er einen wesentlichen Beitrag für die Zukunftsstrategie und damit den Antrag auf Exzellenz geleistet. Damit habe der Universitätsbund einen wichtigen Anteil an dem, was BeisiegelGöttingen Spirit“ nennt. Und schließlich äußerte sie zum Geburtstag nicht nur Glückwunsche und Dank, sondern auch einen Wunsch: „Lassen sie uns gemeinsam für die Exzellenz arbeiten. Das ist extrem wichtig für Göttingen und die Region.“

Ein Appell, der gehörte wurde. Quadt betonte, er sehe ein großen Potenzial, die Universität und ihre Studierenden auch weiterhin bei ihren großen Plänen zu unterstützen. Er verabschiedete sich mit den Worten: „Wir stehen dahinter. Für alles, was vor uns liegt.“

Von Markus Scharf

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