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Göttingen Nach Protest: Vortrag über „Recht auf Leben“ abgesagt
Campus Göttingen Nach Protest: Vortrag über „Recht auf Leben“ abgesagt
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16:39 09.05.2019
Wann beginnt Leben: Fötus in einer Fruchtblase. Quelle: picture alliance / Peter Endig/d
Göttingen

Nach einer von der „Basisdemokratischen Linken Göttingen“ und der „Feministischen Frauengruppe Göttingen“ organisierten Kundgebung ist die Veranstaltung „Ein Baby im Bauch – ein Recht auf Leben?“ am Mittwoch abgesagt worden. Das teilen die Gruppen mit.

Durch die im Vorfeld vor allem in sozialen Medien geäußerte Kritik und den offenen Brief vieler Hochschulgruppen sei das Ziel erricht worden, die „Reformatio 21“ zu stören. Zunächst war der Organisation demnach die Nutzung eines Raumes verwehrt worden. Lena Rademacher, Sprecherin der Basisdemokratischen Linken: „Dieser Vortrag ist keine wissenschaftlich fundierte Präsentation über ethische Standpunkte dazu, wann Leben beginnt, kein Versuch eines ernsthaften objektiven Diskurses. Statt ernsthaft etwas zur Abtreibungsdebatte beizutragen, wird in solchen Veranstaltungen ein jahrhundertealtes Argument zum tausendsten mal wiederholt, vermeintlich unter neuem Anstrich, letztlich aber immer gleich: Frauen steht es nicht zu, Entscheidungen bezüglich ihres Körpers selbst zu treffen“.

Aktion „erfolgreich“

Anna Wiegerhof von der Feministischen Frauengruppe ergänzt: „Michael Kiworr, der Vortragende, befindet sich im Umfeld des sogenannten Marsch für das Leben, einer jährlich stattfindenden Großveranstaltung von all jenen, die sich grob mit dem euphemistisch als Lebensschutz bekannten Ideologiekonstrukt identifizieren. Auf diesen Veranstaltungen wiederum zeigen sich dann auch Menschen wie Klaus Günther Annen, welcher seit Jahren die Website Babycaust.de betreibt, auf der er die Abtreibung mit dem Holocaust und Abtreibende – sowohl Ärztinnen als auch Frauen, die Abtreibungen vornehmen lassen – mit Holocausttäterinnen gleich setzt.“

Alles in allem betrachten die Prostet-Organisatorinnen die Aktion als erfolgreich. „Es wurde deutlich aufgezeigt, dass eine fundamentalistische, frauenfeindliche Position wie die der „Reformatio 21“ in einer demokratischen Gesellschaft nichts verloren hat“, teilen sie mit.

Von r

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