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Göttingen Ärzte empfehlen regelmäßige Kontrolle der Leberwerte
Campus Göttingen Ärzte empfehlen regelmäßige Kontrolle der Leberwerte
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17:07 18.11.2010
Von Christiane Böhm
Eine gesunde und eine chronisch entzündete, eine von Zirrhose und eine von Krebs befallene Leber (von links oben).
Eine gesunde und eine chronisch entzündete, eine von Zirrhose und eine von Krebs befallene Leber (von links oben). Quelle: ´dpa
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Männer sind zwei- bis dreimal häufiger betroffen als Frauen. Leberzellkrebs gehört weltweit zu den fünf häufigsten Karzinomen des Mannes. Der 11. Deutsche Lebertag am 20. November steht unter dem Motto „Wissenswerte Leberwerte“. Er soll die Sensibilität für Erkrankungen der Leber erhöhen. Ausrichter sind die Deutsche Leberhilfe, die Deutsche Leberstiftung und die Gastro Liga. Der Berufsverband der niedergelassenen Gastroenterologen (bng) ist Kooperationspartner der Initiative.
„Je früher Schädigungen der Leber entdeckt werden, desto besser stehen die Chancen gravierende Folgen wie Zirrhose oder Krebs durch eine rechtzeitige Behandlung zu vermeiden“, betont Dr. Stefan Mauss vom bng. In einem frühen Stadium ließen sich Lebererkrankungen gut behandeln oder durch Änderungen am Lebensstil positiv beeinflussen.
Das Tückische bei Lebererkrankungen sei, dass sie kaum Symptome aufweisen. „Die Leber schmerzt nicht“, erklärt der Experte, „deshalb bleiben Schädigungen oft unbemerkt. Eine regelmäßige Kontrolle der Leberwerte ist deshalb sehr zu empfehlen.“ Einen Bluttest könne jeder Hausarzt durchführen. Vor allem der Wert der Glutamat-Pyruvat-Transaminase (GPT, auch ALT) weist spezifisch auf eine Leberschädigung hin. Jeder solle daher beim Hausarzt nach einer Kontrolle der Werte fragen.
Die häufigsten Ursachen für Lebererkrankungen sind Infektionen mit Hepatitisviren, übermäßiger Alkoholkonsum und Übergewicht. Darüber hinaus gibt es genetische und autoimmune Lebererkrankungen. Unbehandelt können all diese Erkrankungen zu Leberzirrhose und sogar zum Leberkrebs führen.