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Göttingen Göttingen: Handwörterbuch des Altuigurischen schon 3000-mal heruntergeladen
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Akademie der Wissenschaften zu Göttingen gibt Handbuch des Altuigurischen heraus

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11:07 14.04.2021
Ein Angehöriger der uigurischen Minderheit in China geht in Ürümqi in der Unruheregion Xinjiang in Nordwestchina vorbei an chinesischen Sicherheitskräften.
Ein Angehöriger der uigurischen Minderheit in China geht in Ürümqi in der Unruheregion Xinjiang in Nordwestchina vorbei an chinesischen Sicherheitskräften. Quelle: Oliver Weiken/dpa
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Göttingen

Ein in Göttingen entstandenes „Handwörterbuch des Altuigurischen“ ist drei Tage nach seinem Erscheinen bereits rund 3.000-mal heruntergeladen geworden. Das Interesse an der Publikation bestehe weltweit, teilte die Akademie der Wissenschaften in Göttingen als Herausgeberin mit. Autor des Buches ist der Turkologe Jens Wilkens.

Vom 8. bis ins 13. Jahrhundert begründeten die Uiguren in der Mongolei und entlang der Seidenstraße eine Hochkultur. Das Altuigurische ist die am besten bezeugte Sprache Zentralasiens in vorislamischer Zeit und gleichzeitig die erste ausführlich dokumentierte türkische Literatursprache. Mit dem Wörterbuch hat die Akademie den Angaben nach die erste Bestandsaufnahme des gesamten bekannten Wortschatzes dieser Sprache vorgelegt.

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Es sei es ein einzigartiges Hilfsmittel für die Erschließung uigurischer Quellen, etwa medizinischer, astrologischer und religiöser Texte, aber auch von Briefen, Urkunden, Verträgen und Inschriften. Da sich im Altuigurischen vielfältige Einflüsse der Nachbarsprachen, vor allem Chinesisch, Sanskrit, Iranisch und Tocharisch widerspiegeln, sei das Werk auch für die Sprach- und Kulturgeschichte der Seidenstraße von großer Bedeutung.

Von epd