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Göttingen Allergische Reaktionen: Vorstellung neuer Therapien in Göttingen
Campus Göttingen Allergische Reaktionen: Vorstellung neuer Therapien in Göttingen
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07:00 08.01.2020
Unter anderem Diagnostik und Therapie bei sogenanntem Heuschnupfen sind Thema der Allergologischen Wintertagung in Göttingen. Quelle: dpa
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Göttingen

Die Wintertagung beginnt um 9.30 Uhr im Veranstaltungshaus Alte Mensa am Wilhelmsplatz. Bis 14.30 Uhr sind sechs Vorträge im Zeitplan vorgesehen. Die Wintertagung am Jahresbeginn sei „schon gute Tradition“, so Stefan Weller, Pressesprecher der UMG. Themen dieser 23. Veranstaltung seien unter anderem „aktuelle Erkenntnisse und neue Therapien bei schwerem Asthma von Kindern und Jugendlichen, bei Kontaktallergien gegen Duftstoffe, zu allergischen Lungenerkrankungen durch Schimmelpilze sowie neue Erkenntnisse zu Ursachen und Behandlung von allergischen Gesichtsschwellungen mit Atemnot (Angioödeme)“.

Außerdem sollen neue Diagnostik- und Behandlungsmöglichkeiten des Allergiezentrums Südniedersachsen vorgestellt werden. Die interdisziplinäre Fortbildungsveranstaltung der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) richte sich insbesondere an Hautärzte, HNO- und Lungenfachärzte, Allgemein- und Arbeitsmediziner sowie Kinderärzte. „Experten aus Deutschland referieren“, so Weller.

Allergien auf Duftstoffe – Lungenerkrankungen durch Aspergillus

„Ende gut – alles gut? Jean Claude Junker und die Kontaktallergie gegen Duftstoffe“ lautet der Titel des Vortrags von Prof. Johannes Geier, Informationsdienst Dermatologischer Kliniken (IVDK). Er informiert über Allergien auf Duftstoffe in Cremes, Salben, Parfums und Shampoos. „Dabei werden auch die neuen, europaweiten Grenzwerte von bestimmten Duftstoffen diskutiert, die zu einer Verminderung von Duftstoff-Allergien eingeführt wurden“, teilt der Veranstalter in der Programmübersicht mit.

Prof. Dr. Dirk Koschel, Innere Medizin und Pneumologie, Fachkrankenhaus Coswig (Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden), referiert im Beitrag „Allergische Lungenerkrankungen durch Aspergillus“ über die krankheitsverursachenden Mechanismen bei Schimmelpilzallergien in der Lunge – inklusive „geeigneter Diagnostikschritte und Therapien“.

Behandlung von Heuschnupfen – Leistungsprofil des Allergiezentrums

„Therapieoptionen der allergischen Rhinitis mit Praxisbezug“ stellt Dr. Holger Wrede, HNO- und Allergiezentrum Herford, vor. Konkret gehe es um „neue Herausforderungen und Lösungsstrategien von Diagnostik und Therapie bei Heuschnupfen in der HNO-Praxis“.

Prof. Timo Buhl, Sprecher des Allergiezentrums Südniedersachsen an der UMG, und Privatdozentin Dr. Christiane Lex, stellvertretende Sprecherin des Allergiezentrums Südniedersachsen, geben einen Überblick über die Aktivitäten des Allergiezentrums und stellen neue Wirkstoffe in der klinischen Erprobung bei verschiedenen allergischen Erkrankungen vor – ihr Thema: „Neues zu Rhinitis, Asthma, Nahrungsmittelallergie, Neurodermitis und Co. im Allergiezentrum“.

Gesichtsschwellungen mit Atemnot – schweres Asthma bei Kindern

„Rezidierende Angioödeme: Bradykinin? Histamin?“ Fragen, auf die Prof. Bettina Wedi, Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover, Antworten geben wird. Sie spricht über neue Erkenntnisse zu Ursachen und Behandlung von allergischen Gesichtsschwellungen mit Atemnot (Angioödeme).

Prof. Eckard Hamelmann, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im Kinderzentrum Bethel (Evangelisches Klinikum Bethel), referiert über schweres Asthma bronchiale. Neue Medikamente ermöglichten eine bessere Versorgung dieser Patienten. Der Titel seines Vortrags: „Neue Therapieoptionen bei schwerem Asthma – auch bei Kindern und Jugendlichen“.

Allergiezentrum: Versorgung schwer erkrankter Patienten

Das neue interdisziplinäre Allergiezentrum Südniedersachsen an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) richtet die Tagung der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie an der UMG in Kooperation mit dem Ärzteverband Deutscher Allergologen (ÄDA) und der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) aus. Die Fortbildung sei von der Akademie für ärztliche Fortbildung der Ärztekammer Niedersachsen mit sechs Punkten zertifiziert, betont UMG-Pressesprecher Stefan Weller. Zwischen 9.30 und etwa 13.15 Uhr werden die Experten jeweils in 30-minütigen Vorträgen referieren. Im Anschluss beginnt die etwa einstündige Abschlussdiskussion. Die Tagung endet gegen 14.30 Uhr.

Im Allergiezentrum Südniedersachsen arbeiten verschiedene Fachrichtungen eng zusammen und bieten eine zentrale Anlaufstelle zum Thema Allergie, heißt es auf der Homepage des Zentrums. Ziel sei, vor allem für die Patienten tätig zu sein, die „aufgrund der Schwere oder Komplexität ihrer Erkrankung nicht allein durch einen niedergelassenen Allergologen behandelt werden können“. Die Versorgungsqualität sei hoch.

Von Stefan Kirchhoff

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