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Göttingen Institut für nachhaltige Chemie wird eröffnet
Campus Göttingen Institut für nachhaltige Chemie wird eröffnet
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08:00 10.10.2019
Das Wöhler-Haus wird als "Historische Stätte der Chemie" ausgezeichnet. Quelle: Kuno Mahnkopf
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Göttingen

Einen doppelten Grund zum Feiern hat die Fakultät für Chemie der Göttinger Universität: Das als Wöhler-Haus bekannte alte Laboratorium an der Hospitalstraße wird als „Historische Stätte der Chemie“ ausgezeichnet, einen Tag später das Friedrich-Wöhler-Forschungsinstitut für Nachhaltige Chemie am Nordcampus eröffnet. An beiden Tagen gibt es begleitende Vorträge, die öffentlich sind.

Gedenktafeln am Wöhler-Haus erinnern an Göttinger Chemiker. Quelle: Kuno Mahnkopf

Das Wöhler-Denkmal und die an Göttinger Chemiker erinnernden Gedenktafeln am Wöhler-Haus, Hospitalstraße 7, bekommen Gesellschaft. Am Donnerstag, 17.Oktober, um 15 Uhr wird dort eine Bronzetafel enthüllt. In dem 1783 als chemisches Laboratorium und Wohnhaus errichteten Gebäude haben Generationen von Wissenschaftlern geforscht, Wöhler ist vor allem durch seine Harnstoff-Synthese bekannt geworden. Jetzt wird das alte Labor im Programm „Historische Stätten der Chemie“ der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) ausgezeichnet.

Gedenktafel für Friedrich Wöhler an der Hospitalstraße Quelle: Kuno Mahnkopf

Elektrochemie und Klimaschutz

Nach der Tafel-Enthüllung sprechen ab 16 Uhr in der Aula am Wilhelmsplatz die Chemiker Prof. Christoph Meinl von der Regensburger Universität und Prof. Henning Hopf von der TU Braunschweig über „Kontinuität und Neuaufbruch: Zum Profil der Göttinger Chemie im 18. und 19. Jahrhundert“ und die Frage „Wie entsteht Neues?“ – verbunden mit der Auszeichnung Meinls mit der Carl-Duisburg-Plakette. Damit würdigt die GDCh besondere Verdienste um die Förderung der Chemie und die Ziele der Gesellschaft.

Am Freitag, 18. Oktober, um 12 Uhr wird dann das neu eingerichtete Forschungsinstitut mit hochmodernen Labor- und Messbereichen am Nordcampus eröffnet. Ein Symposium stellt mit der modernen nachhaltigen Chemie einen der drei Forschungsschwerpunkte der Fakultät in den Vordergrund. Bereits ab 9 Uhr geht es bei Vorträgen im Hörsaal MN 27 in der Tammanstraße 4 um Aspekte der nachhaltigen Photochemie, die Nutzung von Kohlendioxid als Rohstoff sowie den Beitrag der Elektrochemie zur Energiewende und zum Klimaschutz.

Von Kuno Mahnkopf

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