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Göttingen „Amerika war immer ein guter Ort für Entdeckungen“
Campus Göttingen „Amerika war immer ein guter Ort für Entdeckungen“
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18:33 22.07.2009
Kurz vor der Entdeckertour durch das Weltall: Raumschiff Enterprise.
Kurz vor der Entdeckertour durch das Weltall: Raumschiff Enterprise. Quelle: dpa
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Prof. Eric S. Rabkin startet seine Präsentation mit einem Bild des Raumschiffs Enterprise. „Space, the final frontier“ beginnt die „Star Trek“-Serie mit Spock und Captain Kirk aus den 1960er Jahren im englischen O-Ton. „Es gibt aber keine letzten Grenzen in amerikanischer Science-Fiction“, poltert der eloquente Professor für englische Sprache und Literatur der Universität von Michigan dem Plenum entgegen.

Grenzen kein Hindernis

In der historischen Sternwarte Göttingen präsentieren Studierende der Universität Göttingen und Siegen ihre Forschungen zu amerikanischer Science-Fiction-Filmen von den 1950er Jahren bis heute. Rabkin hält den Eröffnungsvortrag der dreitägigen Konferenz.

„Amerika war schon immer ein guter Ort, um irgendetwas zu entdecken“ sagt er. Grenzen, ob natürliche oder künstliche, seien in der Gründerzeit kein Hindernis gewesen. Durch eigene Technologie und Zivilisation hätten Einwanderer versucht ihre Lebensbedingungen jenseits der Grenzen zu übertragen, gar zu verbessern. Es sei „Amerikas Glaube in den Fortschritt“, der sich auch in Science-Fiction wiederspiegele. So sei auch der erste Genre-Comic nichts anderes als ein Western – auf dem Mars.

In den beiden Gattungen gebe es noch weitere Gemeinsamkeiten: Es existiere eine „Ingroup“, die durch korrektes Handeln gekennzeichnet sei, und eine „Outgroup“, die zu kämpfen wisse. Der Held im Western wie in amerikanischer Science-Fiction habe nun die Fähigkeiten der Outgroup, lebe aber in der Ingroup. Europäische Science Fiction sei anders. Als Beispiel nennt er „Von der Erde zum Mond“ von Jules Verne: „Und was will der Held dort? Er will wieder nach Hause!“

Von Florian Heinz

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