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Göttingen Antrittsvorlesungen an der Uni Göttingen
Campus Göttingen Antrittsvorlesungen an der Uni Göttingen
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13:48 21.10.2018
Prof. Christoph Bleidorn Quelle: r
Göttingen

Was genau die Informationstheorie ist und wie sie dazu beiträgt, neuronale Netzwerke besser zu verstehen, ist Thema von Prof. Michael Wibral bei seiner Vorlesung an der Fakultät für Biologie und Psychologie. Der Wissenschaftler hat in August die Professur für Datengetriebene Analyse biologischer Netzwerke übernommen. Wibrals Vortrag unter dem Titel „Information Theory for Networks in Biology and Neuroscience“ beginnt um 15 Uhr in der Paulinerkirche, Historisches Gebäude, Papendiek 14.

Statistik und Wahrscheinlichkeitstheorie

Im Anschluss daran hält Prof. Christoph Bleidorn ab 16 Uhr seine Antrittsvorlesung unter dem Titel „Next Generation Systematists“. Er hat mit seiner im Oktober 2017 angetretenen Professur die Leitung der Abteilung Evolution und Biodiversität der Tiere übernommen. Zudem ist Bleidorn Direktor des Zoologischen Museums der Universität Göttingen.

Die Informationstheorie, über die Wibral spricht, kombiniert Statistik und Wahrscheinlichkeitstheorie. Sie bietet die Möglichkeit, zum Beispiel die Informationsverarbeitung im Neocortex, einem Teil der Großhirnrinde, besser nachzuvollziehen. Der Neocortex ist unter anderem für Fühlen, Sehen, Hören und Sprachverständnis zuständig. Wibrals Forschung erweitert den Blick auf die Informationsverarbeitung in verschiedenen biologischen und künstlichen neuronalen Netzwerken.

Wibral, Jahrgang 1971, studierte Physik in Köln und Konstanz. Er promovierte 2007 an der Technischen Universität Darmstadt. Bevor er auf die Professur an der Universität Göttingen berufen wurde, hatte er die Professur „Methoden der Magnetenzephalographie“ an der Medizinischen Fakultät der Universität Frankfurt inne.

Ringelwürmer und Bakterien

Die Systematik, über die Bleidorn spricht, versucht aufzuklären, wie sich der Stammbaum des Lebens entwickelt hat. Er will in seinem Vortrag aufzeigen, wie sich die Systematik im Wandel der Zeit verändert hat und wie die Anforderungen für Systematiker heutzutage aussehen.

In seiner Forschung beschäftigt sich der Wissenschaftler neben der Stammbaum-Erstellung auch mit der Evolution von Ringelwürmern sowie mit der Evolution von Bakterien, die mit Gliederfüßern in symbiotischer Beziehung stehen. Zudem entwickelt er Methoden zur molekularen Typisierung von Bakterien.

Bleidorn, Jahrgang 1974, studierte Biologie an der Universität Bielefeld. Er promovierte 2004 an der Freien Universität Berlin und habilitierte 2015 an der Universität Leipzig. Bevor er auf die Professur in Göttingen berufen wurde, forschte er am Naturhistorischen Museum in Madrid.

Von pug/art

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