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18:20 29.11.2016
Stiche über stürmische Zeiten in den Niederlanden.foto: spf
Stiche über stürmische Zeiten in den Niederlanden. Quelle: Swen Pförtner
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Göttingen

Bilder aus den stürmischen Zeiten zwischen 1515 und 1616 zeigt die Schau. Das berühmte Erasmus-Porträt von Albrecht Dürer eröffnet die Ausstellung, die vom Humanismus in der Zeit der Renaissance in der niederländischen Geschichte geprägt ist.

Die Historische Sternwarte bietet den Besuchern eine Räumlichkeit, die mit ihren hohen Decken und Parkettfußböden passender nicht sein könnte, um die detailreichen Kupferstiche und Radierungen auf sich wirken zu lassen.

Die ausgewählten Gemälde ermöglichen faszinierende Einblicke in das 16. Jahrhunderts. Bekannte Geschichten wie der Kampf zwischen David und Goliath werden hier durch teilweise brutal wirkende Zeichnungen zum Leben erweckt. Der Künstler Bruegel ruft dagegen mit seinem Gemälde der Ehebrecherin offensichtlich zu Zurückhaltung, Besonnenheit und Toleranz auf. Auf dem Bild stehen die ersten Zeilen folgender bedeutender Worte geschrieben: „Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein“.

Eine großartige Ko-Produktion von Rembrandt und Hugo Grotis entstand 1635. Sie porträtierten ihren Freund und berühmten Theologen Johannes Uytenbogaert.

Die Kunst, die im „Sturm der Bilder“ zu sehen ist, war für das Volk gedacht und nicht für Kaiser und Könige. Die konzeptuelle Entwicklung der Ausstellung „Sturm der Bilder“ übernahmen Ivan Gaskell, Kurator und Leiter des Focus Gallery Projektes und Martin van Gelderen, Direktor des Lichtenberg-Kollegs in Zusammenarbeit mit Anne-Katrin Sors, Kustodin der Kunstsammlung. ij

Tag der offenen Tür

Die Ausstellung „Sturm der Bilder“ ist bis Sonntag, 11. Dezember, täglich (außer montags) von 11 bis 17 Uhr frei zugänglich. Der Eingang zur Historischen Sternwarte, Geismar Landstraße 11, befindet sich an der Seite zum Restaurant Planea. Es werden Spenden gesammelt um die Restaurierung eines altniederländischen Gemäldes aus der Göttinger Kunstsammlung zu finanzieren. Am 11 Dezember wird zum Abschluss der Ausstellung ein Tag der offenen Tür mit dem Motto „Winter in der Sternwarte“ veranstaltet. Interessierte erwartet ein Programm mit Weihnachtskonzerten, Kuppelführungen und verschiedenen Vorträgen.