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Göttingen Ausstellung zeigt Portraits von Professoren
Campus Göttingen Ausstellung zeigt Portraits von Professoren
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12:30 24.09.2018
Postkarte von David Hilbert
Postkarte von David Hilbert Quelle: r
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Göttingen

Die Universität Göttingen stellt Portraits von Wissenschaftlern aus. Die Ausstellung mit dem Titel „Face the Fact“ zeigt Abbildungen aus dem 18. Jahrhundert bis heute.

Die Unterschiede zwischen der Selbstdarstellung von Wissenschaftlern über die Jahrhunderte seien enorm: Die Sammlung beinhalte opulente Gemälde in Öl aus dem 18. und 19. Jahrhundert, Druckgrafiken, Studioportraits und gewöhnliche Fotografien jüngeren Datums, heißt es von den Organisatoren. „Wir zeigen Kontinuitäten und Veränderungen in der gelehrten und universitären Selbstrepräsentation“, so Marie Luisa Allemeyer, Direktorin der Zentralen Kustodie der Universität.

Vorwiegend Männer abgebildet

Nicht nur die Person als solche, sondern auch wie sie sich kleidet, oder in welcher Umgebung sie sich auf dem Bild befindet, seien interessant. „Es gibt Posen, die ungeachtet tiefgreifender Umwälzungen innerhalb der Universität immer wiederkehren“, sagt Christian Vogel, Referent für Wissensforschung an der Zentralen Kustodie. So würden beispielsweise der „in seine Lektüre vertiefte Denker“, „der eloquente Redner“ oder „der akademische Würdenträger“ über die Jahrhunderte immer wieder auftauchen. Die Bilder würden vorwiegend Männer zeigen, im Lauf des 20. Jahrhunderts seien aber auch zunehmend Frauen abgebildet worden.

„Die Ausstellung spiegelt nicht nur die vielen Gesichter der Wissenschaft, sie hebt vor allem Muster, Typen und Traditionen, Unerhörtes, Kurioses und Individuelles hervor“, so die Veranstalter. Die Kunstsammlung sei gemeinsam mit Studenten entworfen worden. Das Konzept sei auch ein Ausblick darauf, wie sich die Universität sich das „Forum Wissen“ vorstelle. „Das zukünftige Museum lädt dazu ein, Wissenschaft als einen Prozess zu verstehen, der von Menschen betrieben und bestimmt wird, die Entscheidungen für den einen oder anderen Weg treffen“, heißt es von der Zentrale Kustodie.

Vernissage am 26. September

Die Ausstellung „Face the Fact“ wird von der Stiftung Niedersachsen und der Stiftung der Georg-August-Universität Göttingen gefördert. Die Vernissage beginnt am Mittwoch, 26. September, um 18 Uhr in der Kunstsammlung der Universität, Weender Landstraße 2, in Göttingen. Danach wird die Ausstellung donnerstags und freitags von 16 bis 20 Uhr, sonnabends von 14 bis 18 Uhr und sonntags von 10 bis 16 Uhr geöffnet sein. Der Eintritt ist donnerstags bis sonnabends frei. Sonntags beträgt der Eintrittspreis mit Zugang zur Dauerausstellung drei Euro.

Von Max Brasch