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Göttingen Zeichnungen von Tischbein bis Franz Marc
Campus Göttingen Zeichnungen von Tischbein bis Franz Marc
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18:30 22.04.2019
Besucher vor dem in Pastellkreide ausgeführten Doppelportrait zweier Knaben (Rudolf und Wilhelm Schadow) von Friedrich Georg Weitsch (um 1795) in der Ausstellung „in einem glücklichen Augenblick erfunden“ – Deutsche Zeichnungen von Tischbein bis Lovis Corinth. Quelle: Peter Heller
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Göttingen

Die Ausstellung „in einem glücklichen Augenblick erfunden. Deutsche Zeichnungen von Tischbein bis Lovis Corinth“ zeigt erstmals öffentlich den bedeutenden Bestand an Zeichnungen aus dem 18. und 19. Jahrhundert der Kunstsammlung der Universität Göttingen. Sie ist noch bis Oktober in den Räumen der Kunstsammlung zu sehen.

Die Ausstellung spannt einen Bogen von der Tischbein-Familie bis in die Klassische Moderne. Sie präsentiert Zeichnungen von Daniel Chodowiecki, Johann Georg von Dillis und Wilhelm Schadow bis zu Franz von Lenbach und Franz Marc. Einen besonderen Schwerpunkt bilden Werke der Romantik mit Carl Wilhelm Oesterley, dessen italienische Landschaften und feinsinnige Künstlerbildnisse zu den eindrucksvollsten Handzeichnungen überhaupt gehören. Die Düsseldorfer Schule ist unter anderem durch Eduard Bendemann vertreten, die sogenannten Deutsch-Römer durch Max Klinger.

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Diversität der Zeichenkunst

Der Bestand bietet in seiner vielseitigen Zusammensetzung die Möglichkeit, Geschichte und Diversität der Zeichenkunst in Deutschland abzubilden. Exemplarisch lassen sich anhand der im Atelier, in der Natur und auf Reisen entstandenen Zeichnungen die unterschiedlichsten Gattungen, Techniken und künstlerischen Aufgaben der Epoche aufzeigen.

Die gezeigten Blätter sind der Fachwelt zum großen Teil noch unbekannt, teilte die Universität mit. Sie gehen überwiegend auf Schenkungen und gezielte Ankäufe zurück.

Göttinger Studierende des Masterstudiengangs „Kuratorische Studien“ und der Kunstgeschichte haben die Zeichnungen intensiv erforscht und für die Ausstellung ausgewählt. Besucher können diese im Rahmen der Sonntagsspaziergänge bis zum 13. Oktober 2019 besichtigen. Die Kunstsammlung im Auditorium, Weender Landstraße 2, ist sonntags von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

Von Eduard Warda