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Göttingen Bauchspeicheldrüsenkrebs: Förderung für zwei Göttinger Mediziner
Campus Göttingen Bauchspeicheldrüsenkrebs: Förderung für zwei Göttinger Mediziner
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17:57 22.11.2018
Dr. Shiv Singh erhält Fördergeld in Höhe von 556 000 Euro. Quelle: r
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Göttingen

Beide Mediziner werden aus dem Max-Eder-Nachwuchsgruppenprogramm der Deutschen Krebshilfe gefördert, teilt UMG-Pressesprecher Stefan Weller mit. Die Unterstützung gelte „für vorerst vier Jahre beziehungsweise für weitere drei Jahre“. Die Nachwuchswissenschaftler forschen mit ihren Arbeitsgruppen an den Ursachen des Bauchspeicheldrüsenkrebses, dem aggressivsten soliden Tumor des Menschen. Das Max-Eder-Nachwuchsgruppenprogamm der Deutschen Krebshilfe gilt als eines der renommiertesten Nachwuchsförderungsverfahren in der Onkologie, so Weller.

„Es ist eine Seltenheit in Deutschland, dass gleich zwei Max-Eder-Nachwuchsgruppen in einer Klinik etabliert werden können. Ich bin sehr stolz darüber und freue mich, dass der onkologisch-wissenschaftliche Schwerpunkt an der UMG weitere Verstärkung erfährt“, sagt Prof. Dr. Volker Ellenrieder, Direktor der Klinik für Gastroenterologie und gastrointestinale Onkologie der UMG.

Seit 2016 forscht Dr. Singh als Gruppenleiter in der Klinik für Gastroenterologie und gastrointestinale Onkologie an der UMG. Seine Arbeiten zeigten, „dass sich Tumorzellen sehr dynamisch und plastisch auf Signale aus der Tumorumgebung verändern. Dadurch können sie sowohl das Wachstum des Tumors als auch das Ansprechen auf Therapien beeinflussen.“ Ziel seiner Arbeiten sei es, diese heterogenen Veränderungen im Tumor besser zu verstehen, um bessere Therapiekonzepte für Patienten zu entwickeln. Die Arbeitsgruppe von Dr. Singh wird für vier Jahre bis 2022 mit einem Betrag in Höhe von rund 556 000 Euro gefördert.

Priv.-Doz. Dr. Dr. Albrecht Neeße erhält Fördergeld in Höhe von 460 000 Euro. Quelle: r

Seit 2014 ist Privatdozent Dr. Dr. Albrecht Neeße Oberarzt in der Klinik für Gastroenterologie und gastrointestinale Onkologie. Seit 2015 leitet er eine Max-Eder-Nachwuchsgruppe an der UMG. Nach Begutachtung der ersten Förderperiode wird seine Arbeitsgruppe jetzt für weitere drei Jahre bis 2021 mit einem Betrag in Höhe von 460 000 Euro unterstützt. Weller: „Während der ersten Förderphase konnte seine Arbeitsgruppe zeigen, dass Bindegewebszellen aktiv an der Verstoffwechslung von Krebsmedikamenten beteiligt sind und hierdurch deren Wirksamkeit gegenüber Krebszellen senken.“

Von Stefan Kirchhoff / r

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