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Göttingen Baustart für neues Max-Planck-Institut
Campus Göttingen Baustart für neues Max-Planck-Institut
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21:33 29.08.2011
Von Angela Brünjes
„Aufbruchstimmung“: Direktor Ulrich Christensen setzt auf den neuen MPS-Standort.
„Aufbruchstimmung“: Direktor Ulrich Christensen setzt auf den neuen MPS-Standort. Quelle: Hinzmann
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Sieben Spaten und ein Bagger standen für den feierlichen Baustart bereit. Wenn der Neubau im April 2014 bezogen wird, soll er 10     000 Quadratmeter Nutzfläche haben und Platz für die drei wissenschaftlichen Abteilungen bieten. Labore, Mess- und Reinräume, Ballonhalle, Werkstätten, Bibliothek, Hörsaal, Kindertagesstätte, Cafeteria und Gästewohnungen sind Teil der Infrastruktur.

Ein Bild vom fertigen Neubau konnte man sich am Montag schon machen: Das Architekturbüro Carpus und Partner nutzt den Bauzaun für eine Posterausstellung mit Bauansichten ergänzt um MPS-Informationen über die Forschung des Instituts. „Mars, Mond, Venus und Sonne“, zählte Ministerpräsident David McAllister (CDU) auf. Der MPS-Neubau sei wichtig fürs ganze Land, so McAllister: „Das Tor zum Weltall steht in Niedersachsen“. Mit 11,5 Millionen Euro beteiligt sich das Land Niedersachsen an dem Neubau, dessen Kosten auf etwa 50 Millionen Euro kalkuliert sind.

Mit dem weiteren Forschungsgebäude rücke der Campus, so Universitätspräsidentin Prof. Ulrike Beisiegel, enorm zusammen. Aber das sei auch in der Zusammenarbeit der Fall: Es gebe zahlreiche wissenschaftliche Kooperationen mit den außeruniversitären Instituten.

Für Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD) ist das MPS ein weiterer Forschungsleuchtturm im Norden der Stadt. Es sei gut, dass für den Neubau Flächen in der Nähe der Fakultät für Physik der Universität zur Verfügung standen. „Wir wollen auch oben auf dem Fassberg vergleichbare Flächen offenhalten“, erklärte Meyer, der ein Gelände neben dem MPI für biophysikalische Chemie und dem MPI für Dynamik und Selbstorganisation reservieren will.

Auf dem Nordcampus konnte die Universität Göttingen der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) das Grundstück abtreten, das ursprünglich der Mathematischen Fakultät zugedacht war. Prof. Peter Gruss, MPG-Präsident, dankte der Universität und dem ehemaligen Präsidenten Prof. Kurt von Figura für das erhaltene Erbbaurecht. Das MPS mit seinen neuen Forschungsfeldern benötige die Nähe zur Astrophysik der Universität Göttingen. Gruss betonte auch, dass Göttingen mit demnächst fünf Instituten gleichauf mit München und Berlin liege: „Für uns ist Göttingen die heimliche Hauptstadt der Wissenschaft“.