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Göttingen Herz und Hirn im Fokus der Forschung
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05:00 07.05.2019
UMG-Vorstandssprecher Prof. Heyo K. Kroemer (Mitte) im Gespräch mit Staatssekretär Michael Meister (re.) und dem Bundestagsabgeordneten Fritz Güntzler. Quelle: R
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Göttingen

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Michael Meister (CDU), hat die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) besucht. Er folgte einer Einladung des hiesigen Bundestagsabgeordneten Fritz Güntzler (CDU), heißt es in einer Mitteilung der UMG. Beide ließen sich über das Forschungsvorhaben des „Heart & Brain Centers Göttingen“ informieren. Hierbei geht es um die Betrachtung von Erkrankungen des Herzens und des Gehirns und deren mögliche Zusammenhänge. Insbesondere interessierte sich Meister für den Nutzen in der Praxis, sprich: In welcher Weise kann ein Patient von den Forschungen profitieren? Dieser „translationale Ansatz“ sei an der UMG „außerordentlich gut organisiert“ und besitze „Top-Priorität“, hob Prof. Heyo K. Kroemer hervor. Er ist Sprecher des Vorstands der UMG und Dekan der Medizinischen Fakultät.

Neuro-Kardiologe neues Arztprofil

Die gemeinsame Betrachtung von Herz- und Hirnerkrankungen durch Kardiologen und Neurologen helfe nicht nur schneller den Patienten, sondern erspare auch Mehrfachuntersuchungen, hieß es. Ein Ziel sei ein neues Facharztprofil: der Neuro-Kardiologe. Das Zusammendenken von Herz und Hirn sei ein erster Schritt als Pilotvorhaben. Schon länger wisse die Forschung, dass auch Erkrankungen anderer Organe für Schädigungen des Herzens mitursächlich sein können. „Das ist ein komplett neuer Ansatz“, sagte Meister. Ein solches Forschungsvorhaben sei ihm bislang nicht bekannt. „Heart & Brain“ wird vom Bund und vom Land Niedersachsen zusammen mit 31 Millionen Euro gefördert.

Professor stellt „Herzpflaster“ vor

Prof. Wolfram Zimmermann (li.) erläutert dem gast aus Berlin die Funktionsweise eines sogenannten „Herzpflasters“. Quelle: R

Bei einem Rundgang mit dem Staatssekretär stellte der Direktor des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie, Prof. Wolfram Zimmermann, das von seinem Forscherteam entwickelte künstliche Herzmuskelgewebe vor. Diese auch als „Herzpflaster“ bekannte Therapie soll Erkrankungen am Herzen lindern oder sogar heilen, indem degeneriertes Gewebe – etwa nach einem Infarkt – mit Hilfe des Pflasters überbrückt wird beziehungsweise neu nachwächst.

Am Gespräch mit dem Staatssekretär nahmen auch der Direktor der Klinik für Kardiologie und Pneumologie, Prof. Gerd Hasenfuß und der Direktor für Neurologie, Prof. Matthias Bähr, teil.

Von Ulrich Meinhard

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