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Göttingen Breakdance: Workshops und Battles in der Zentralmensa
Campus Göttingen Breakdance: Workshops und Battles in der Zentralmensa
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10:24 10.03.2019
Professionelle Moves zu wummernden Beats haben am Wochenende die Teilnehmer des Breakdance-Battles in der Zentralmensa gezeigt. Quelle: Markus Hartwig
Göttingen

Wummernde Hip-Hop-Beats haben am Wochenende die Räume der Zentralmensa des Studentenwerks zum Beben gebracht. „Za Bi Kura“ lautete der Titel zu der rhythmischen Veranstaltung, und dem Ruf waren viele gefolgt. „Za Bi Kura“ ist eine Aufforderung in der Landessprache Kameruns und bedeutet „Kommt, wir tanzen“. Mit diesen Worten hat am Sonnabendnachmittag der Organisator der Veranstaltung, Dave aus Kamerun, den Wettbewerb eröffnet. Bereits am Freitag hatten als Vorbereitung zum Finale Hip-Hop- und Breakdance-Workshops stattgefunden.

Hohe Qualität der Darbietungen

Der Sonnabend war vor allem geprägt von Battles, also Wettbewerben, bei denen die Kandidaten paarweise in den Kategorien Hip-Hop, Breakdance und Breakdance-Kids gegeneinander antraten. Eine sechsköpfige Jury aus überregionalen Hip-Hop- und Breakdance-Kennern entschied schließlich über die Sieger. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene brachten atemberaubende Figuren und Moves auf die Fliesen der Zentralmensa.

Die Jury, das waren für die Wettbewerbe im Breakdance Saman rep. Flowjob Crew (Potsdam), Bastian aka BBoy Silence (Göttingen) und Kid James (Hannover). In der Kategorie Hip-Hop hielten Iman rep. Walashé (Berlin), Cosmo rep En2rage Crew (Hannover) sowie Shimo rep. Move n` Dance (Göttingen) Ausschau nach den Siegern. Diese sechs Juroren hatten am Freitag die Workshops geleitet. Am Sonnabend feuerten sie während der Wettbewerbe ihre „Schützlinge“ an.

„Hip-Hop: Vielfältig in Ausdruck und Kombination“

„Alle, die Spaß an Hip-Hop und Breakdance haben, konnten sich anmelden“, erläuterte Organisator Dave die lockeren Spielregeln zur ersten Veranstaltung dieser Art in Göttingen. Es war also nicht Bedingung, Hip-Hop oder Breakdance in einer Tanzschule gelernt zu haben. Die Teilnehmer Sarah und Dimi aber brachten bereits Tanzschulerfahrung mit. Sarah hatte in der Schule an diversen Hip-Hop-Arbeitsgemeinschaften teilgenommen und so den Spaß am Tanzen entdeckt, später meldete sie sich dann in einer Schule an. „War es zu Beginn einmal wöchentlich, so trainiere ich jetzt jeden Tag in der Dance Academy“, beschreibt die 22-Jährige ihren Werdegang. Hip-Hop sei vielfältig in Ausdruck und Kombination, begründete sie, was sie am Breakdance fasziniere. Solch eine Veranstaltung, die beispielsweise in Hannover bereits längst etabliert sei, habe in Göttingen gefehlt.

Auch Dimi ist kein Anfänger in Sachen Hip-Hop. Fünfmal in der Woche trainiere auch er in der Dance Academy, sagte der 19-Jährige. „Es ist der Spaß, sich zu Musik zu bewegen, gleichgesinnte Leute in der Community zu treffen und gemeinsam mit ihnen zu trainieren.“

Teilnehmer der Wettbewerbe zeigen, was sie können.

Plan: Zwei Events pro Jahr in Göttingen

Beide sagten, ihnen habe solch ein Angebot bislang in Göttingen gefehlt. Und sie seien froh darüber, dass Organisator Dave mit dieser Veranstaltung den Anfang gemacht hat. Tatsächlich will Dave weitere Workshops und Battles anbieten: „Mein Plan ist, jährlich zwei dieser Events in Göttingen auf die Beine zu stellen. Einen im Frühjahr und einen im Sommer, unter freiem Himmel.“ Seit 2014 ist Dave in Göttingen, und er habe sich schon früh für HipHop und Breakdance begeistert. Nur, in Kamerun habe er nicht die Möglichkeiten gehabt, die er hier vorfindet. Er möchte mit seiner Passion Geld verdienen und Spaß haben „In Deutschland gibt es viele Talente“, sagt er, während die Wettbewerbe vor seinen Augen ablaufen. „Die Talente gibt es auch hier in Göttingen“.

Breakdance

Von der Straße in die Clubs und in die Tanzschulen: Breakdance, auch Breaking, B-Boying oder B-Girling genannt, ist eine ursprünglich auf der Straße getanzte Tanzform. Entstanden ist sie in den frühen 1970er-Jahren als Teil der Hip-Hop-Bewegung unter afroamerikanischen Jugendlichen in Manhattan und der südlichen Bronx in New York. Getanzt wird zu Pop, Funk oder Hip-Hop. Breakdance fordert von Tänzern hohe Disziplin und athletisches Können ab.

Von Markus Hartwig

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