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Göttingen CDU legt vorläufiges Konzept für Städtisches Museum Göttingen vor
Campus Göttingen CDU legt vorläufiges Konzept für Städtisches Museum Göttingen vor
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09:41 21.10.2019
Das Städtische Museum am Ritterplan: Mit einem Konzept für die Sanierungszeit will die CDU der derzeitigen Raumsituation entgegenwirken. Quelle: Christina Hinzmann / GT
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Göttingen

Die CDU im Rat der Stadt Göttingen fordert Klarheit für das Städtische Museum am Ritterplan. In zwei Anträgen im Kultur- und im Bauausschuss des Rates hat die Fraktion Vorschläge für eine Zwischenlösung vorgelegt.

CDU-Ratsfraktion hält die derzeitige Raumsituation im Städtischen Museum am Ritterplan für Besucher und Mitarbeiter für unzumutbar. „Und das auf unabsehbare Zeit“, heißt es in einer Mitteilung der Fraktion. Auch würde sich die Ausstellungsfläche weiter verringern, wenn am und im Hauptgebäude, dem „Hardenberger Hof“, Sanierungsarbeiten ausgeführt würden, folgert die Union.

Mit einem Konzept für die Sanierungszeit will die CDU der Raumsituation entgegenwirken. So sollen, so der die Hoffnung der CDU, bereits Ende 2020 1100 Quadratmeter in der bisher nur roh restaurierten Remise zur Verfügung gestellt werden können. Bisher blockierte Fördermittel in Millionenhöhe könnten dafür verwendet werden.

Hans-Otto Arnold (CDU) Quelle: Christina Hinzmann

Hans Otto Arnold, baupolitischer Sprecher seiner Fraktion, verweist auf das 2016 einstimmig vom Rat beschlossene Museumskonzept. Zudem habe sich der Rat im vergangenen Jahr mehrheitlich für den Museumsstandort am Ritterplan in den denkmalgeschützten Gebäuden ausgesprochen. Die SPD hingegen hatte im Herbst 2018 einen Museumsneubau im Albaniviertel ins Gespräch gebracht.

„Wir müssen unter der Ausnutzung aller bestehenden Fördermöglichkeiten den angestammten Sitz unseres Stadtgedächtnisses retten“, fordert Arnold. 1,5 Millionen Euro Fördermittel stünden theoretisch dafür bereit.

Wibke Güntzler Quelle: r

Für Wibke Güntzler, kulturpolitische Sprecherin der CDU-Ratsfraktion, ist es zudem „nicht nachvollziehbar“, dass die Stadtgeschichte „nur wenig Wertschätzung“ erfahre. „Die Kosten für eine weitere Sanierung sind zwar hoch, dies ist aber vor allem jahrelanger Untätigkeit geschuldet“, sagt Güntzler. Trotzdem werde die CDU für den Museumsstandort Ritterplan kämpfen.

Die Sitzung des Kulturausschusses beginnt am Dienstag, 22. Oktober, um 17 Uhr in Raum 118 des Neuen Rathauses, Hiroshimaplatz 1-4. Weiteres Thema ist die Gründung der „Kunsthaus Göttingen gGmbH“. In Raum 118 beginnt auch der Bauausschuss am Donnerstag, 24. Oktober, um 16 Uhr. Weitere Themen hier: Schaffung von Wohnraum, Pläne für das Gothaer Gelände an der Wörthstraße, Schottergärten und Ausweichquartiere für den Wochenmarkt.

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Von Michael Brakemeier

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