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Göttingen „Carmenes“ findet ersten Planeten
Campus Göttingen „Carmenes“ findet ersten Planeten
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13:00 18.12.2017
Das Spektrometer „Carmenes“. Quelle: r
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Göttingen

Der Planet ist etwas schwerer als der Planet Neptun in unserem Sonnensystem. Sein Mutterstern ist ein sogenannter M-Stern und nur ungefähr halb so schwer wie die Sonne. Die Ergebnisse wurden auf einer wissenschaftlichen Tagung in Göttingen vorgestellt und in der Fachzeitschrift Astronomy & Astrophysics veröffentlicht.

HD 147379b umkreist seinen Stern einmal in 86 Tagen in einem Abstand, der nur etwa ein Drittel so groß ist wie der Abstand der Erde zur Sonne. Damit befindet er sich in der sogenannten bewohnbaren Zone, in der es Wasser in flüssiger Form geben könnte. Dass sich auf HD 147379b selbst Leben entwickelt, ist allerdings unwahrscheinlich, da er vermutlich keine feste Oberfläche hat. „Carmenes ist darauf optimiert, Planeten in diesem Abstand zum Stern zu finden, da dort die Chance auf die Entstehung von Leben als am größten angesehen wird“, sagt Prof. Ansgar Reiners vom Institut für Astrophysik der Universität Göttingen. „Dass unsere erste Entdeckung ein Planet im richtigen Abstand zu seinem Stern ist, zeigt, dass unsere Suche in diesem Bereich besonders effizient ist.“

Carmenes wurde gemeinsam von elf deutschen und spanischen Projektpartnern geplant und gebaut, darunter das Institut für Astrophysik der Universität Göttingen. „Carmenes ist das erste Instrument, das gleichzeitig optisches und infrarotes Licht untersuchen kann“, erläutert Prof. Stefan Dreizler vom Institut für Astrophysik. „Das ist entscheidend bei der Suche nach Planeten um sehr kühle Sterne.“ Carmenes besteht aus zwei Spektrografen, die das Licht von Sternen analysieren können und die beide für die Entdeckung von Planeten optimiert wurden.

Das Projekt läuft noch mindestens bis Ende 2020. Die Wissenschaftler hoffen, ihre Suche auch darüber hin-aus fortsetzen zu können. „Für die Entdeckung eines erdähnlichen Planeten sind sehr oft mehr als hundert Messungen notwendig“, so der Göttinger Astrophysiker Dr. Mathias Zechmeister. „Wenn man nach Planeten bei hunderten von Sternen sucht, braucht man dafür sehr viel Teleskopzeit.“ Die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt das Projekt ,mit einer Forschergruppe an der Universität Göttingen. Foto: R

Von r

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