Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Hilfe für Studierende: AStA der Uni Göttingen kritisiert Bildungsministerium
Campus Göttingen Hilfe für Studierende: AStA der Uni Göttingen kritisiert Bildungsministerium
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:00 02.06.2020
Der AStA der Universität Göttingen kritisiert das Bundesbildungsministerium in der Corona-Krise. Quelle: Christina Hinzmann
Anzeige
Göttingen

Mit Beginn der Corona-Krise haben auch in Göttingen viele Studierende ihre Nebenjobs verloren. Wer zum Beispiel in der Gastronomie arbeitete, stand vielfach plötzlich ohne Nebeneinkommen da. Schnell wurden Rufe nach Hilfen laut. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unter Leitung von Anja Karliczek (CDU) hat Ende Mai ein Nothilfeprogramm beschlossen. Doch von Hilfe könne keine Rede sein, kritisiert der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Uni Göttingen. In einer Pressemitteilung wird das Vorgehen der Bundesministerin als „absolute Katastrophe“ bezeichnet.

Das Nothilfeprogramm des Bildungsministeriums sieht vor, dass bis zu 100 Millionen Euro an Studierende verteilt werden, die durch die Corona-Krise in finanzielle Schwierigkeiten gekommen sind – maximal 1,2 Millionen könnten nach Göttingen fließen. Das Problem aus Sicht des AStA: Vielleicht kommt von dieser Summe nur wenig bei denen an, die Hilfe bräuchten. Denn: Im Nothilfeprogramm ist vorgesehen, dass jeder Studierende maximal 500 Euro über drei Monate ausgezahlt bekommt – und Geld, das noch auf dem Konto liegt, wird mit den Hilfezahlungen verrechnet.

Anzeige

Beim Nothilfeprogramm handle es sich um eine Kreditlösung, die keine sei, sagt Sozialreferent Hauke Bruns. Von der Überbrückungshilfe lasse sich kaum drei Monate leben, und die Hürden, etwa die geforderte Einreichung aller Kontoauszüge seit Februar, würden auch die Hemmschwelle anheben, überhaupt Hilfe zu fordern. Der AStA fordere stattdessen eine vorübergehende Öffnung des BAföG oder unbürokratische Soforthilfen. Sonst stehe zu befürchten, dass viele Studierende ihr Studium abbrechen müssen. ytk

Lesen Sie auch

Von Tammo Kohlwes