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Göttingen Corona: Studierende in Deutschland belastet der Mangel an sozialen Kontakten
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Corona: Studierende in Deutschland belastet der Mangel an sozialen Kontakten

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11:00 18.04.2021
Auf der Allee vor der Universitätsbibliothek haben sich Anfang April nur weinige Studierende aufgehalten – sie konnten zumindest die Kirschblüte auf dem Campus bewundern.
Auf der Allee vor der Universitätsbibliothek haben sich Anfang April nur weinige Studierende aufgehalten – sie konnten zumindest die Kirschblüte auf dem Campus bewundern. Quelle: Heller
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Göttingen

Kontaktmangel, längere Studienzeiten, und das Schwanken zwischen Rückkehr in Hörsäle im Mix mit digitaler Lehre und der Distanz zum Lehrbetrieb vor Ort: Wie erleben Studierende ihre Situation in der Pandemie? Antworten liefert eine Umfrage der Campus-Service GmbH und des Start-ups Studentenrabatt.com in Deutschland.

Im Mittelpunkt der nach eigenen Angaben repräsentativen Erhebung habe die Frage gestanden, wie die Pandemie das studentische und private Leben der Studierenden beeinflusst, teilte die Pressestelle von Studentenrabatt.com mit.

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Mangelnde soziale Kontakte: Belastung stärker als 2020

Im Vergleich zur ersten Umfrage des sogenannten Campus-Monitors im März 2020 habe sich bei der jüngsten Erhebung gezeigt, dass die fehlenden sozialen Kontakte die Studierenden ein Jahr später deutlich stärker belasteten (2020: 40 Prozent, 2021: 73 Prozent) als beispielsweise das gesundheitliche Risiko (2020: 15 Prozent, 2021: 13 Prozent). Die Frage, ob soziale Medien die persönlichen Kontakte kompensieren können, sei von einer großen Mehrheit (90 Prozent) der Studierenden verneint worden, heißt es in der Mitteilung.

Kontaktmangel bedeutet für mehr als zwei Drittel der Umfrageteilnehmer eine starke Belastung. Quelle: r / Studentenrabatt.com

Mehr als zwei Drittel der Studierenden (67 Prozent) hätten sich von der Politik nicht wahrgenommen gefühlt. 32 Prozent seien zufrieden und nur ein Prozent sehr zufrieden mit der aktuellen Politik gewesen, so die Pressestelle. Für 37 Prozent der Studierenden verlängere sich aktuell die Studienzeit – 91 Prozent rechneten mit einer Verlängerung um ein bis zwei Semester. Weitere 33 Prozent hätten eine grundsätzliche Verlängerung der Studienzeit noch nicht genau einschätzen können. 92 Prozent hätten eine Verlängerung der Regelstudienzeit gewünscht.

Überschreitung der Regelstudienzeit hat Einfluss auf Bafög

Denn eine Überschreitung habe in der Regel Einfluss auf Unterstützung wie beispielsweise Bafög. Einige Bundesländer, wie Hamburg, hätten bereits reagiert, so Studentenrabatt.com. Eine bundeseinheitliche Lösung für die Verlängerung der fachspezifischen Regelstudienzeit und des Bafög-Bezugs stünde allerdings aus.

Laut Umfrage schwankt eine Mehrheit der Befragten zwischen der Rückkehr in Hörsäle im Mix mit digitaler Lehre und der Distanz zum Lehrbetrieb vor Ort. Quelle: r / Studentenrabatt.com

Zehn Prozent der Studierenden hätten es für angebracht gehalten, bereits im Sommersemester wieder vollständig auf Präsenzveranstaltungen umzustellen – 46 Prozent hätten die Rückkehr für zu früh gehalten; und 44 Prozent setzten auf eine flexible Lösung, heißt es weiter. Den größten Vorteil am digitalen Semester sähen die Studierenden in einer flexiblen Zeiteinteilung. Sie könnten sich vorstellen, den Vorlesungen online zu folgen, aber Tutorien sowie Übungen und Labore in Präsenz wahrzunehmen. Bei Rückkehr zum Präsenzsemester wünschten sich die Studierenden die Beibehaltung der digitalen Aufzeichnungen von Vorlesungen zur Nachbereitung oder um Verständnislücken schließen zu können.

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Studentenwerk Göttingen: Mehr Beratungen im Sozialdienst

Ähnlich ausgerichtete Studien gibt es beim Studentenwerk und an der Universität Göttingen nicht. Allerdings verweist das Studentenwerk auf die Beratungsangebote des Sozialdienstes, die verstärkt nachgefragt würden. Die Uni hat im vergangenen Sommer Studierende und Lehrende zu den „technischen Voraussetzungen zur Beteiligung an digitaler Lehre“ befragt - persönliche Aspekte blieben nicht komplett außen vor.

Von ski / r