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Göttingen DAAD fördert Projekt der Universität Göttingen mit 2,2 Millionen Euro
Campus Göttingen DAAD fördert Projekt der Universität Göttingen mit 2,2 Millionen Euro
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15:30 01.04.2020
Das Göttinger Projektteam bei der Vorstellung beim DAAD in Bonn: Dr. Wolfgang Radenbach, Prof. Dr. Hiltraud Casper-Hehne, Dr. Dirk Lanwert, Chahira Nouira, Prof. Dr. Stephan von Cramon-Taubadel und Dr. Anne Sennhenn (von links)
Das Göttinger Projektteam bei der Vorstellung beim DAAD in Bonn: Dr. Wolfgang Radenbach, Prof. Dr. Hiltraud Casper-Hehne, Dr. Dirk Lanwert, Chahira Nouira, Prof. Dr. Stephan von Cramon-Taubadel und Dr. Anne Sennhenn (von links) Quelle: Uni Göttingen
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Göttingen

Erfahrungen durch bessere digitale Angebote im Studium: Mit diesem Ziel startet die Universität Göttingen das neue Projekt „liveSciences³“, wie Roman Bielke, Pressesprecher der Universität Göttingen, mitteilt. Ausgehend von den Lebenswissenschaften will die Universität damit allen Studierenden internationale Einblicke ermöglichen und einen reibungslosen Ablauf von Lehre, Studiums- und Prüfungsverwaltung bieten. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) fördert das Projekt drei Jahre lang mit insgesamt rund 2,2 Millionen Euro.

Eines von bundesweit sechs Projekten

Das Göttinger Projekt ist eins von bundesweit sechs Projekten, die sich im DAAD-Programm „Internationale Mobilität und Kooperation digital (IMKD)“ unter insgesamt mehr als 70 Anträgen durchsetzen konnten, erklärt Bielke. „Unter dem Fokusthema Nachhaltigkeit wollen wir ein transnationales Netzwerk für das Lehren und Lernen aufbauen, in dem digitale Lehr- und Lernformate in die Curricula integriert und neue Formate der Mobilität in einem virtuellen Campusaustausch gefördert werden“, erläutert Prof. Dr. Hiltraud Casper-Hehne, Vizepräsidentin für Internationales der Universität Göttingen.

„Dabei kommt den Studierenden eine besonders aktive Rolle zu. Außerdem legen wir ein besonderes Augenmerk auf die Etablierung von standardisierten Verfahren zur internationalen Studierendenmobilität, die über das Netzwerk hinaus übertragbare Strukturen schaffen“, erklärt die Vizepräsidentin.

Unter dem Dach des Zentrums für Biodiversität und Nachhaltige Landnutzung der Universität Göttingen wollen die Fakultäten für Agrarwissenschaften, für Forstwissenschaft und Waldökologie sowie für Biologie und Psychologie zunächst gemeinsam mit Partneruniversitäten in Chile, Costa Rica, Frankreich, Dänemark, Niederlande, Bosnien und Herzegowina ein Netzwerk der internationalen und interdisziplinären Lehrkooperation aufbauen. „Die etablierten internationalen Partnerschaften mit zahlreichen internationalen und Double Degree-Studiengängen im Bereich der Lebenswissenschaften bilden dabei eine sehr gute Ausgangslage für die Umsetzung des Projektes“, so Casper-Hehne.

DAAD lobt Göttinger Struktur

Der DAAD lobte neben dem Konzept und dem auf Studierende fokussierten Ansatz auch die guten strukturellen Voraussetzungen an der Universität Göttingen, so Bielke. Allen Studierenden internationale Erfahrungen zu ermöglichen ist ein erklärtes Ziel des Leitbildes für das Lehren und Lernen der Universität Göttingen.

Göttingen wurde 2015 mit dem „Institutional Award for Innovation in Internationalisation der European Association for International Education (EAIE)“ ausgezeichnet und treibt mit dem Projekt „Internationalisierung der Curricula“ seitdem auch die systematische Internationalisierung der Studienangebote voran. Durch die fast zeitgleiche Einführung der Elektronischen Studierendenakte (ESA) sind alle administrativen Abläufe des Studiums konsequent digital gestaltet.

Als erstes volles Mitglied im EMREX-Netzwerk, das zur sicheren Speicherung von Daten zwischen Hochschulen genutzt wird, nimmt Göttingen nunmehr bundesweit eine Führungsposition in der Internationalisierung und Digitalisierung hochschulübergreifender Prozesse ein, wie Bielke darlegt. Die Nutzung internationaler Standards ist dabei ein wichtiges Element für die Gestaltung internationaler Kooperationen.

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