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Göttingen Deutsches Primatenzentrum: Wechsel an der Doppelspitze in Göttingen
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Deutsches Primatenzentrum: Wechsel an der Doppelspitze in Göttingen

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20:03 29.06.2020
Katharina Peters und Michael Lankeit bei einem Rundgang durch den Bereich Primatenhaltung. Quelle: DPZ
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Göttingen

Das Deutsche Primatenzentrum (DPZ) –Leibniz-Institut für Primatenforschung verabschiedet Michael Lankeit nach 31 Jahren Tätigkeit als administrativer Geschäftsführer in den Ruhestand. Nachfolgerin des Juristen ist ab 1. Juli Katharina Peters.

Unter Lankeits Leitung sei das Institut von 120 auf über 400 Mitarbeiter angewachsen, es seien sechs neue Gebäude eingeweiht und das DPZ sei „dynamisch weiterentwickelt“ worden, teilt die Pressestelle des DPZ mit. Die promovierte Organisations- und Verwaltungssoziologin Peters werde mit Stefan Treue, dem wissenschaftlichen Geschäftsführer und Direktor, die Doppelspitze des DPZ bilden.

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„Heilfroh“ über die Entwicklung in Göttingen

Lankeit sei 1989 aus dem Bundesforschungsministerium (als Referent für Personalangelegenheiten der Forschungseinrichtungen) zum DPZ gewechselt – auf die vakante Stelle des Geschäftsführers, die er im Oktober angetreten habe, heißt es in der Mitteilung. Er sei mit Ehefrau und drei Kindern vom Rheinland nach Göttingen gezogen. „Ursprünglich wollte ich nur zehn, fünfzehn Jahre bleiben, jetzt bin ich heilfroh, dass es anders gekommen ist“, sagt der 69-Jährige.

Nach 31 Jahren Tätigkeit am DPZ in Göttingen geht Michael Lankeit in den Ruhestand. Quelle: DPZ

Die Zusammenarbeit mit Treue, der das Institut seit 2001 als Direktor und wissenschaftlicher Geschäftsführer leitet, „die vielfältigen Themen und die gute Teamarbeit“ seien für ihn ausschlaggebend gewesen, dem DPZ treu zu bleiben. „Es passieren immer wieder neue Dinge, es wird nie langweilig“, sagt Lankeit. „Ich bin stolz darauf, wie sich das DPZ entwickelt hat, wir sind in vielen Bereichen unserer Forschung Weltspitze und setzen Standards im Tierschutz“.

Ihm sei aber wichtig, die Zusammenarbeit im DPZ zu betonen, so die Pressestelle: „Ich war es nie alleine. Der Erfolg des Instituts ist getragen von ganz vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern."

Lankeit: Sechs Bauten in 30 Jahren

Die positive Entwicklung des DPZ habe dazu geführt, dass immer mehr Mitarbeiter Platz für ihre Forschung benötigt hätten. So sei in den dreißig Jahren, die Lankeit am DPZ tätig gewesen sei, ständig gebaut worden: „Zuerst ein Bürogebäude, dann ein Gebäude mit Tierhaltung für Rhesus- und Weißbüschelaffen, dann wieder ein Bürogebäude und eine weitere Zuchtanlage und schließlich ein Bildgebungszentrum und ein Multifunktionsgebäude“, heißt es in der Mitteilung der Pressestelle.

Rüdiger Eichel, Ministerialdirigent im niedersächsischen Wissenschaftsinisterium und Aufsichtsratsvorsitzender des DPZ, habe betont, dass Lankeit einen „Schritt vom Verwaltungsjuristen in der Ministerialbürokratie zum Gestaltungsjuristen am DPZ“ gemacht habe. Lankeit habe als Bauherr beachtliche Erfolge erzielt und dem DPZ einen gemeinsamen „Spirit“ gegeben, heißt es in der Mitteilung.

Peters: An der Uni Göttingen Großprojekte verantwortet

Am 1. Juli übernimmt Peters die administrative Geschäftsführung des DPZ. Die 50-Jährige habe am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung promoviert, bevor sie 2003 an die Universität Göttingen gekommen sei. Zuständig für Organisationsentwicklung habe sie sieben Jahre lang das Präsidium bei großen Restrukturierungen beraten und verschiedene Großprojekte verantwortet, unter anderem die Einführung der Studienzentrale als zentrale Serviceeinheit für Fragen zum Thema Studium, so die Pressestelle Anschließend sei sie als regionale Geschäftsführerin zu einem mittelständischen Unternehmen in Kassel gewechselt, das bundesweit Kindertagesstätten betreibe und Unternehmen und Kommunen beim Aufbau und Betrieb von Kitas berate.

Katharina Peters tritt am 1. Juli 2020 die Stelle als administrative Geschäftsführerin des DPZ an. Quelle: DPZ

„Die Gestaltungsmöglichkeiten, die ein Leibniz-Institut mit einem vielfältigen Forschungsspektrum bietet, haben mich an der Stelle gereizt. Ich wollte noch mal etwas Neues machen, aber in meiner Heimatstadt bleiben“, habe Peters zu ihrem Wechsel gesagt, so die Pressestelle. Katharina Peters habe Erfahrung in Personalführung und wisse, welch gute Forschung die Wissenschaft brauche. Peters: „Mein Ziel ist es, eine gute Arbeitsumgebung für alle Beschäftigten zu schaffen.“

Treue: Peters die „idealen Besetzung für die Stelle“

„Ihre Erfahrungen unter anderem in der Organisationsentwicklung an der Universität Göttingen und am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, einem Institut der Leibniz-Gemeinschaft, machen Sie zur idealen Besetzung für die Stelle“, zitiert die Pressestelle Treue. Der wissenschaftliche Geschäftsführer und Direktor habe erklärt: „Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Frau Peters, wir werden uns hervorragend ergänzen.“

Von Stefan Kirchhoff / r

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