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Göttingen Doping mit Epo macht schneller und klüger
Campus Göttingen Doping mit Epo macht schneller und klüger
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17:21 07.07.2009
Dopinggegner: Zuschauer bei der Tour-de-France.
Dopinggegner: Zuschauer bei der Tour-de-France. Quelle: AFP
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Zumindest an Mäusen stellten die Forscher diese Wirkung fest: „Mit dem Stoff behandelte junge Mäuse zeigten eine anhaltende Verbesserung kognitiver Leistungen“, sagte die Prof. Hannelore Ehrenreich auf Anfrage und betonte: „Wir wollen mit diesem Ergebnis ganz sicher keinen Anstoß geben, gesunde Menschen mit Epo zu behandeln.“

Ihrer Meinung nach kann der Befund jedoch für neue Behandlungsstrategien bei schweren Hirnerkrankungen genutzt werden. Auch für Krankheiten wie etwa Multiple Sklerose oder chronische Schizophrenie biete die Arbeit „wichtige neue Ansätze“. Die Studie wird ab Mittwoch im Online-Journal „BioMed Central“ präsentiert.

Bislang setzen Ärzte Epo zur Behandlung von Blutarmut ein. Es fördert die Bildung von roten Blutkörperchen, die Sauerstoff transportieren. Das wird aber auch illegal im Leistungssport ausgenutzt, um die Muskeln besser mit Sauerstoff zu versorgen.

Drei Wochen unter Epo

Um die Wirkung von Epo auf die Lern- und Entwicklungsprozesse von Mäusen zu testen, seien den Tieren schwierige Aufgaben gestellt worden. Sie mussten lernen, innerhalb von einer Sekunde auf eines von fünf alternativ erscheinenden Lichtsignalen richtig zu reagieren. Dafür wurden sie mit einer kleinen Portion Zuckerwasser belohnt.

„Um die Maus soweit zu bringen, dass sie diese Aufgabe erfüllen kann, benötigt man viele Wochen, in welchen täglich, auch am Wochenende, schrittweise trainiert und auf die Aufgabe hingeführt wird“, berichtete Ehrenreich. Dadurch ergäben sich ideale Bedingungen, bei den Tieren unterschiedliche Prozesse des Lernens abzubilden und die Wirkung von Epo auf diese Prozesse hin zu untersuchen. Bei den Experimenten wurden pubertierende männliche Mäuse drei Wochen lang mit hohen Dosen von Epo oder dem Scheinmedikament Placebo behandelt. Danach wurden sie drei Monate lang intensiv trainiert. Die Lernerfolge der mit EPO behandelten Mäuse waren dabei deutlich besser als bei den kontrolltieren, die Placebos erhalten hatten.

dpa

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