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Göttingen Dritter March for Science in Göttingen
Campus Göttingen Dritter March for Science in Göttingen
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16:46 03.05.2019
Die Teilnehmer am „March for Science“ (wie hier im Jahr 2017) setzen sich für eine offene und freie Wissenschaft ein – und wollen auch mögliche Vorurteile abbauen. Quelle: Lisa Quelle / r
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Göttingen

„Wissenschaft ist für alle“: Unter diesem Motto beteiligt sich Göttingen am 4. Mai ab 10 Uhr am dritten bundesweiten „March for Science“ – einer Initiative, die sich weltweit für eine „freie und offene Wissenschaft“ einsetzt. Los geht es um 10 Uhr mit einem „Warm Up“ am Gänseliesel-Brunnen; der Demonstrationszug wird sich nach Angaben der lokalen Organisatoren um 11 Uhr in Richtung Zentralcampus in Bewegung setzen. Am Platz der Göttinger Sieben soll nach einer Abschlusskundgebung um 12 Uhr die Nachwuchs-Forscher-Ausstellung „Junior Science Fair“ beginnen.

Worum geht es?

Der „March for Science“ ist eine globale Bewegung. Im Kern geht es darum, das Verständnis und Ansehen der Wissenschaft zu stärken. „In Göttingen geht es uns vor allem darum, die Wissenschaft der Bevölkerung näher zu bringen und greifbarer zu machen“, erklärt Mitorganisator Michael Berger. „Wissenschaft ist für alle“ – was steckt hinter dem diesjährigen Motto? Berger weiter: „Zum einen möchten wir darauf aufmerksam machen, dass Wissenschaft jeden Menschen betrifft. Egal ob medizinische Behandlungen, technische Entwicklungen oder politische Entscheidungen, all das ist durch Wissenschaft beeinflusst oder von der Wissenschaft getrieben. Im Alltag nehmen die Menschen aber Ärzte, Manager von Technikkonzernen und Politiker wahr – und weniger die zugrunde liegende Wissenschaft.“ So sei vielen gar nicht bewusst, wie sehr das eigene Leben durch die Wissenschaft beeinflusst ist. Ferner soll aufgezeigt werden, dass Menschen auch Einfluss auf die Wissenschaft nehmen können und dass ein Austausch zwischen Wissenschaftlern und Bürgern ausdrücklich gewollt sei.

Aktionen in Göttingen

Zum Start am Gänseliesel werden Wissenschaftler mit „Ask-me-anything“-Schildern unterwegs sein, um mit Passanten ins Gespräch zu kommen. Bei der Abschlusskundgebung werden in diesem Jahr neben Uni-Präsidentin Ulrike Beisiegel auch zwei bekannte Poetry-/Science-Slammer auftreten: Alex Dreppec und Aniruddha Dutta. „Das Medium des Science Slam ist hervorragend geeignet, um Wissenschaft informativ und unterhaltsam einem breiten Publikum näher zu bringen“, findet Berger. Mit der „Junior Science Fair“ soll zudem gezeigt werden, dass Forschung und Wissenschaft auch von engagierten Schülern und Studierenden ausgehen kann.

Durch das „Human-of-Science“-Projekt wollen die Veranstalter darüber hinaus Porträts von Menschen aus der Wissenschaft zeichnen. „Wir kämpfen damit gegen das Bild des Kittel-tragenden, grauhaarigen und männlichen Professors an und zeigen die menschliche Vielfalt, die Wissenschaft zu bieten hat“, betont Berger.

Forderungen der Bewegung

Der „March for Science“ soll unpolitisch und überparteilich sein. „Generell fordern wir die Freiheit der Wissenschaft und den offenen Zugang“, so Berger. Weltweit gebe es steigende Tendenzen, Wissenschaft zu ignorieren oder sogar zu unterdrücken, wenn die Erkenntnisse nicht im Einklang mit der regierenden Agenda stehen. Deshalb sei es wichtig, Wissenschaftler zu schützen und ihnen objektive und transparente Forschung zu ermöglichen. Dabei kooperieren die „March-for-Science“-Organisatoren auch mit anderen Bewegungen wie den „Scientists for Future“ oder „Fridays for Future“, ausdrücklich auch über den 4. Mai hinaus.

Viel Unterstützung

Die Universität Göttingen stellt eine Bühne, Lautsprecheranlagen und Werbung über die Uni-eigenen Kanäle zur Verfügung, außerdem Material für die „Junior Science Fair“. Auch die Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung Göttingen (GWDG) sowie die Staats- und Universitätsbibliothek (SUB) unterstützen den „March for Science“ in Göttingen.

Entwickelt hat sich die Bewegung 2017 in den USA – als Antwort auf eine anti-wissenschaftliche Politik des damals neu gewählten US-Präsidenten Donald Trump. Deutschland zählt laut Berger mittlerweile zu den Ländern mit den meisten Teilnehmern.

Mehr Infos auch in den sozialen Netzwerken:

https://www.facebook.com/ScienceMarchGoe/

https://twitter.com/sciencemarchgoe

https://www.instagram.com/sciencemarchgoe/

Von Markus Riese

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