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Göttingen Energiequelle der Zukunft?
Campus Göttingen Energiequelle der Zukunft?
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19:08 25.01.2016
Prof. Thomas Klinger Quelle: Hinzmann
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Göttingen

Dass die Suche nach neuen Energiequellen angesichts massiv steigenden Energiebedarfs und zeitgleich aufgebrauchter fossiler Rohstoffe dringend geboten ist, machte Klinger seiner überwiegend jungen Zuhörerschaft im dicht gefüllten Hörsaal der Geowissenschaften eindrucksvoll deutlich. Und auch, dass die Wasserstofffusion, die sich an die auf der Sonne ablaufenden Prozesse anlehnt, die derzeit einzige realistisch erkennbare neue Primärenergiequelle ist. Sie würde eine verlässliche Versorgung des Energiegrundbedarfs ermöglichen, ergänzt um Energie aus natürlichen Quellen wie Wind und Wasser.

Natürlich gestaltet sich das Ganze in der Praxis höchst komplex und anspruchsvoll. Einen wichtigen Schritt auf dem Weg von der Grundlagenforschung zur Anwendbarkeit haben Klinger und sein Team mit dem erfolgreichen Start des „Wendelstein 7-X“ geschafft. In dieser laut Klinger „verrückten Maschine“, die „ein bisschen aussieht wie ein Todesstern“, ist kürzlich der Aufbau des Plasmas, in dem schwerer und superschwerer Wasserstoff zur Fusion und damit zur Freisetzung von Energie gebracht werden, gelungen. Aber Klinger schränkte den Erfolg auch gleich ein: „Das passende Kraftwerk kann ich ihnen nicht morgen auf den Hof stellen“, so der Referent.

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Was Klinger anschaulich klar machen konnte, ist: Hier gibt es eine spannende Möglichkeit zur Energieversorgung der Zukunft. Aber trotz aller bisherigen Erfolge ist der Weg zur Anwendung noch weit, und es gibt für die Forscher von morgen, die beim Science-Festival dabei sind, noch viel zu tun.

Das Programm des Festivals gibt es hier.

Von Isabel Trzeciok