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"FIS": Die HAWK Göttingen macht ihre Forschung digital zugänglich

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13:32 10.06.2021
Was machen die Forscher an der HAWK eigentlich? Diese Frage soll jetzt ein Forschungsinformationssystem allen Interessierten beantworten.
Was machen die Forscher an der HAWK eigentlich? Diese Frage soll jetzt ein Forschungsinformationssystem allen Interessierten beantworten. Quelle: HAWK
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Göttingen

Die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) in Göttingen macht ihre Forschung digital für die Öffentlichkeit zugänglich. Das Forschungsinformationssystem FIS solle für jedermann eine Antwort auf die Frage geben, an was genau die HAWK eigentlich forscht, teilt die Hochschule mit. Mehr als 1000 Forschungsprojekte und Publikationen aus den vergangenen drei Jahren sind demnach bereits im FIS digital abrufbar archiviert worden.

„Die HAWK zählt zu einer der wenigen Hochschulen, die schon ein komplettes Forschungsinformationssystem aufgebaut haben“, erklärt Prof. Wolfang Viöl, Vizepräsident für Forschung und Transfer an der HAWK, nicht ohne Stolz. Das System dokumentiere nun die Forschungsaktivitäten an der Hochschule und mache sie für die interessierte Öffentlichkeit abruf- und nutzbar. Außerdem sind dort, vorerst hochschulweit, Daten über Promotionen, Patente, Ausgründungen und Forschungsinfrastrukturen gelistet, heißt es in der Pressemitteilung der HAWK.

HAWK will für Kooperationspartner attraktiver werden

Das soll aber noch nicht alles sein: „Am Ende sollen umfassende Informationen zu allen Forschungsaspekten der HAWK im FIS zu finden sein“, kündigt Viöl an. Dann werde nicht nur in Forschungsprofilen deutlich, wer an welchen Themen forscht, sondern auch, wer an der HAWK etwa über welche Ressourcen, Labore und Geräte verfügt und welche Ausstattung gemeinsam genutzt werden könnte. Das Ziel sei Wissenstransfer, so Viöl – von Forscher zu Forscher, von Hochschule zu Öffentlichkeit.

Durch die neue Transparenz seien strategische Entscheidungen innerhalb der Hochschule nun einfacher zu treffen, lobt Viöl das FIS weiter. Auch Studierende und Studieninteressierte sowie Ministerien und Begutachtende von Mittelgebern erhielten so einen Überblick über die Forschungsaktivitäten. Interessierte Industriebetriebe und Kooperationspartner könnten auf Basis der FIS gezielter mit der HAWK in Verbindung treten.

Im Januar 2019 ist die HAWK nach eigenen Angaben als erste Hochschule in Deutschland in ein Einführungsprojekt zum Hochschulinformationssystem-Forschungsmanagement mit der HIS eG gestartet. Das Forschungsinformationssystem FIS listet nun demnach nicht nur alle Forschungs- und Transferaktivitäten der HAWK auf – es wächst auch ständig. Das habe auch für den Hochschulalltag ganz konkrete Vorteile, heißt es in der Mitteilung der HAWK. Das FIS trage dazu bei, dass die drei Standorte in Göttingen, Hildesheim und Holzminden sich besser verknüpfen könnten – und ebenso die sechs Fakultäten für Bauen und Erhalten, für Soziale Arbeit und Gestaltung (beide Hildesheim), für Management, Soziale Arbeit und Bauen (Holzminden) sowie Ingenieurwissenschaften und Ressourcenmanagement (Göttingen).

Aus FIS soll jetzt FMS werden

Der nächste Schritt bei der Entwicklung des FIS heißt FMS – Forschungsmanagementsystem. Dieses soll nicht mehr auf eine Darstellung und Systematisierung der Forschungsaktivitäten an der Hochschule begrenzt sein, sondern auch dabei helfen, Prozesse abzubilden, Workflows zu etablieren, Management-Werkzeuge einzubinden, Berichte und Statistiken sowie Schnittstellen zum Import und Export von Daten zur Verfügung zu stellen.

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Mehr als 6000 Studierende

Die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen (HAWK) ist eine staatliche Fachhochschule mit Hauptsitz in Hildesheim. Sie entstand als Zusammenschluss aus mehreren Vorgängereinrichtungen für Handwerk, Baugewerbe und Sozialpädagogik mit den Standorten Hildesheim, Holzminden und Göttingen. Zwischenzeitlich gehörte auch der mittlerweile geschlossene Standort Buxtehude dazu. An den drei Standorten bietet die HAWK in sechs Fakultäten 43 Studiengänge für mehr als 6000 Menschen. In Göttingen sind die Fakultäten Ingenieurwissenschaften und Ressourcenmanagement angesiedelt. Die Gebäude der HAWK stehen auf dem Nordcampus der Universität. Präsident der HAWK ist Dr. Marc Hudy.

Das Forschungsinformationssystem FIS hat für die HAWK die HIS Hochschul-Informations-System mit Sitz in Hannover entwickelt. In der eingetragenen Genossenschaft sind 220 deutsche Hochschulen Mitglied. Gegründet wurde HIS 1969 von der Volkswagenstiftung. Seit 1976 sind Bund und Länder Träger der Organisation.

Die Gestaltungsmöglichkeiten seien vielfältig, sagt Vizepräsident Viöl. So könne das jetzige FIS und zukünftige FMS an den speziellen Bedarf der Hochschule genau angepasst werden. Das Forschungsinformationssystem der HAWK ist öffentlich online abrufbar unter hisinone.hawk.de. Informationen über das Projekt gibt die Hochschule auf ihrer Website unter hawk.de/fis.

Von Tammo Kohlwes