Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Forschen ist Neugier
Campus Göttingen Forschen ist Neugier
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:47 30.08.2018
Beim Astronomietag des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS) ging es um „Das geheime Leben der Sterne und Planeten“. Das Interesse war groß.
Beim Astronomietag des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS) ging es um „Das geheime Leben der Sterne und Planeten“. Das Interesse war groß. Quelle: Peter Heller
Anzeige
Göttingen

Wie entstehen Wolken? Kann uns die Sonne gefährlich werden? Wie gelingt ein friedliches Miteinander von Menschen verschiedener Religionen? Was sind die kleinsten Strukturen, die Mikroskope sichtbar machen können? Und welche Prozesse stören die Signalübertragung im Gehirn? Um Fragen wie diese und das Suchen nach Antworten geht es beim Max-Planck-Tag am 14. September. In zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen zeigen Max-Planck-Wissenschaftler bundesweit, welche offenen Fragen Triebfeder ihrer Forschung sind.

Anlass der Veranstaltungsreihe sind drei Jubiläen: Vor 70 Jahren wurde in Göttingen auf dem heutigen Gelände des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) die MPG gegründet. Ihr Namensgeber Max Planck, dessen Geburtstag sich in diesem Jahr zum 160. Mal jährt und der vor 100 Jahren den Nobelpreis erhielt, starb ein Jahr zuvor, ebenfalls in Göttingen. Und mit seinen fünf Instituten, deren Forschungsfragen so unterschiedliche Fachrichtungen wie Lebenswissenschaften und Gesellschaftsforschung umspannen, gehört Göttingen zu den drei größten Max-Planck-Standorten in Deutschland.

Programm von morgens bis abends

Das Programm am 14. September zieht sich durch den gesamten Tag: Am Vormittag stellen sich Forscher in den weiterführenden Schulen neugierigen Fragen, am Nachmittag erinnern die Göttinger Max-Planck-Institute mit einem Vortrag und einer szenischen Lesung an die bewegte Geschichte der MPG und ihres Namensgebers. Am Abend unterhalten Wissenschaftler in der Kneipe Dots, Barfüßerstraße 12-13, mit Kurzvorträgen im Fünf-Minuten-Takt.

Am Vormittag betreten Max-Planck-Forscher ungewohntes Terrain: Unter dem Motto „Max Planck geht in die Schule“ vertauschen sie Labor mit Klassenzimmer und gestalten einzelne Stunden in den weiterführenden Schulen Göttingens. Dabei dürfen nicht nur Fachfragen rund um Proteine, Exoplaneten und Chaosforschung gestellt werden. Ist es nicht langweilig, jeden Tag am Computer zu sitzen? Wird man als Forscher reich? - Beim Max-Planck-Tag sind solche Fragen erlaubt.

Namensvater Planck

In der Nachmittagsveranstaltung „Max Planck erinnert“ spüren die Göttinger Max-Planck-Institute der bewegten Geschichte der Gesellschaft nach. Arrangiert von der Göttinger Dramaturgin Luise Rist, geben Briefe Max Plancks und weitere Zeitdokumente Einblicke sowohl in das Leben als auch in das wissenschaftliche Schaffen des Nobelpreisträgers. Gelesen werden die Dokumente vom Schauspieler Andreas Klumpf; Hans Kaul begleitet am Klavier. In einem weiteren Programmpunkt beleuchtet der Historiker Dr. Jaromir Balcar vom Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin in seinem Vortrag, wie es 1948 zur Gründung der MPG in Göttingen kam – und warum gerade Max Planck zum Namensvater der Gesellschaft wurde. Die Veranstaltung findet von 15.30 Uhr bis etwa 17.30 Uhr im historischen Gründungssaal der MPG, der heutigen DLR-Kantine, in der Bunsenstraße statt. Der Eintritt ist kostenlos. Da die Anzahl der Plätze beschränkt ist, empfiehlt sich eine vorherige Anmeldung per E-Mail unter MP-Tag-2018@mmg.mpg.de . Wegen der Sicherheitsbestimmungen des DLR müssen Besucher bei der Anmeldung oder vor Ort ihren Namen und ihre Adresse angeben. Nach der Veranstaltung gibt es Gelegenheit, im angrenzenden Raum eine Ausstellung zur Geschichte der MPG zu besuchen.

Auf den Punkt

Am Abend geht der Max-Planck-Tag am Abend mit „Max Planck bringt’s auf den Punkt“ weiter: Schlag auf Schlag, im Fünf-Minuten-Takt, präsentieren ab 20 Uhr junge Wissenschaftler im Dots ihre Forschungsthemen – kurz, schnell und unterhaltsam, versprechen die Veranstalter von der MPG. Dabei geht es unter anderem um die Frage, ob Killer-Asteroiden die Erde treffen können, wie unsere biologische Uhr tickt und ob selbstorganisierte Stromnetze eine Energiewende herbeiführen können.

Überziehen des Fünf-Minuten-Limits ist nicht erlaubt. Dafür sorgt der Physiker und bekannte Science-Slammer Boris Lemmer, der durch den Abend führt. Dazu spielt die Max-Planck-Band Pink Fluid. Einige der Kurzvorträge sind in englischer Sprache.

Von Matthias Heinzel

Göttingen Forschung über Säugtier-Eizellen - Nikon Young Scientist Award für Agata Zielinska
30.08.2018
29.08.2018