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Göttingen Forscher aus Göttingen untersuchen „Big Data“ in der Wissenschaft
Campus Göttingen Forscher aus Göttingen untersuchen „Big Data“ in der Wissenschaft
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15:00 28.03.2019
Big Data spielt auch bei der Erforschung von Biodiversität eine immer größere Rolle. Göttinger Forscher zeigen nun wie dieses Potential besser genutzt werden kann. Quelle: r
Göttingen

Wie Forscher „Big Data“ und groß angelegte Analysen für die Biodiversitätsforschung im digitalen Zeitalter am besten zusammenfügen und nutzen können, haben Wissenschaftler der Universität Göttingen untersucht. Die Ergebnisse von zwei Fallstudien erschienen nun in der Fachzeitschrift PLOS Biology.

Big Data“ sind komplexe, schnelllebige Massendaten. Sammlungen, biologische Fachbücher und lokale Datenbanken seien entscheidend, um herauszufinden, wie Tier- und Pflanzenarten weltweit verteilt sind und wie Ökosysteme funktionieren. Die Biodiversitätsdaten beschrieben nach Angaben der Universität zum Beispiel die geografische Verbreitung von Organismen, die Abstammungsgeschichte, die ökologischen Eigenschaften und die Wechselwirkungen mit der Umwelt.

Zusammenhänge in der Natur besser verstehen

Diese unterschiedlichen Aspekte des Lebens könnten durch verschiedene Datentypen dargestellt werden. Sie seien nicht alle gleich verfügbar und könnten einen entscheidenden Einfluss auf die wissenschaftlichen Ergebnisse und Schlussfolgerungen haben. Die Autoren fordern, möglichst viele Datenquellen gleichzeitig zu nutzen, weil die Arten und Ökosysteme mehr und mehr gefährdet sind. So könnten die Biodiversitätsforscher die komplexen Zusammenhänge in der Natur besser verstehen.

In ihren Fallstudien entdeckten die Forscher, dass detailliertere Daten auf globalem Maßstab weniger verfügbar und repräsentativ sind. Oft seien die Datenlücken dort besonder groß, wo die Artenvielfalt sehr hoch ist. „Die Auflösung der Daten ist entscheidend für die Aussagekraft und Verlässlichkeit von Studien zur Biodiversität“, sagt der Erstautor der Veröffentlichung, Dr. Christian König, von der Abteilung Biodiversität, Makroökologie und Biogeographie der Universität.

„Unsere Biodiversitätsmodelle werden besser, wenn wir alle verfügbaren Biodiversitätsdaten miteinander verknüpfen und so bestmöglich nutzen“, sagt der Abteilungsleiter, Prof. Dr. Holger Kreft. Ein konzeptionelles Verständnis über deren grundsätzliche Eigenschaften und gemeinsame Synergien habe jedoch bisher gefehlt.

Von Norma Jean Levin

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