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Göttingen Entwicklung präventiver Maßnahmen bei Erbkrankheiten
Campus Göttingen Entwicklung präventiver Maßnahmen bei Erbkrankheiten
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12:32 29.07.2019
Torsten Pook hat die Studie veröffentlicht. Quelle: R
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Göttingen

Ein internationales Forscherteam hat eine Methode entwickelt, die die Identifikation von Mustern genetischer Daten erleichtert. Das Verfahren kann nach Angaben von Torsten Pook, Erstautor der Studie, unter anderem im Bereich der Tierzucht und bei Erbkrankheiten des Menschen genutzt werden. Bei der Entwicklung beteiligt waren die Universitäten Göttingen, Mannheim, Michigan State (USA) und die TU München unter der Leitung von Prof. Dr. Henner Simianer von der Arbeitsgruppe Tierzucht und Haustierhermeneutik der Universität Göttingen.

Die Entscheidung, welche Tiere oder Pflanzen für eine Zucht verwendet werden können, werde durch die neu entwickelte Methode erleichtert. Dabei geht es Pook zufolge heutzutage vornehmlich um die Gesundheit der Lebewesen, also eine stärkere Resistenz gegen Krankheiten.

Längere Segmente im Fokus

Im menschlichen Erbgut sind laut Pook besonders die Teilgebiete der Gene relevant, die mit Erbkrankheiten in Verbindung gebracht werden können. Auf diesem Weg kann der Ausbruch von erblich bedingten Krankheiten verhindert werden.

Untersucht werden sogenannte Haplotypenblöcke. „Das sind längere Segmente im Erbgut eines Lebewesens, die in der Population häufiger auftreten“, sagt Pook. Die im neu entwickelten Verfahren untersuchten Haplotypenblöcke seien größer als in bisherigen Methoden. Mittels der neu entwickelten Methode werde ein kleinerer Teilbereich der Gene untersucht als es in vorherigen Methoden der Fall war. Trotz des verringerten Messradius vergrößert sich die Menge an erhaltenden Informationen über relevante Genabschnitte. Die Ergebnisse der Studie erschienen am 31. Mai in der Fachzeitschrift „Genetics".

Weitere Infos in englischer Sprache unter der Internet-Adresse https://www.genetics.org/content/early/2019/05/31/genetics.119.302283

Von Lisa Hausmann

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