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Göttingen Fünf Bands begeistern Publikum
Campus Göttingen Fünf Bands begeistern Publikum
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17:25 24.11.2018
Die Eyala Music Band gehörte zu den Publikumslieblingen. Quelle: Niklas Richter
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Göttingen

Gleich fünf Bands konnten Besucher am Freitagabend beim „International Music Evening“ im Foyer der Zentralmensa erleben. Vertreten waren internationale Künstler, die alle in und um Göttingen leben und arbeiten. Ergänzt wurde der musikalische Abend von einer Salsa- und einer indischen Tanzgruppe.

Den Anfang machte das Vater-Sohn-Duo Tuba & Son. Gerd Strube alias „Tuba“ sei ein wahres Göttinger Urgestein, sagt Horst Reinert vom Kulturbüro des Studentenwerks. Musikalisch sind die Musiker im Bereich Folk, Blues und Rock zu Hause. Die fünf Stücke, die sie am Freitagabend spielten, kamen gut beim Publikum an. Besonders Lars Strubes subtile Gitarrensolos erhielt anerkennenden Applaus.

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Leidenschaftlicher Flamenco von La Marivi y El Calo

Im Anschluss zog das Tempo auf der Bühne mächtig an. La Marivi y El Calo präsentierten leidenschaftlichen Flamenco. Der Gesang oblag dem aus Granada stammenden Sänger und Gitarristen El Caló, die tänzerische Umsetzung der cádizischen Tänzerin Maria López alias La Marivi. „Wer das, was er jetzt sieht, lernen will oder ansatzweise lernen will, belegt einen Kurs bei Marivi“, kündigte Reinert die Gruppe an. Denn López gibt Flamenco-Kurse beim Studentenwerk und hat auch ein eigenes Tanzstudio in Kassel. Mal mit strengem Gesichtsausdruck, mal verführerisch lächelnd, aber stets mit voller Körperspannung dominierte sie die kleine Bühne. Das Publikum belohnte die Darbietung mit anhaltendem Applaus und Pfiffen.

„Wir machen Musik für die Seele“, versprach Sängerin Nina Kenne von der Eyala Music Band und ermutigte die Zuschauer mitzusingen und zu tanzen. Die Kameruner Band punktete sowohl mit sanftem, melodischen Songs wie „So beautiful“ als auch mit Stücken, die gute Laune verbreiteten. Insbesondere ihr Abschlusslied „Je veux“ von der französischen Sängerin Zaz ließ die Zuschauer, die es sich bei der Ballade zuvor auf dem Boden gemütlich gemacht hatten, schnell auf die Füße kommen und tanzen.

Salsa und indischer Bollywoodtanz

Tanz stand auch bei einer Gruppe von Göttinger Salsa-Tänzern auf dem Programm, die einige Formationen zum Besten gaben. In Göttingen gebe es eine ziemlich große Salsa-Fangemeinde, erzählt Reinert. Die meisten haben Salsa-Kurse beim Studentenwerk absolviert, aber generell seien die Salsa-Fans hier wie eine „Mini-Familie“, erzählt Tänzerin Johanna Hambach.

Einen Kontrast zum intensiven Paar-Tanz beim Salsa bot die Bollywood-Tanzgruppe von indischen Studentinnen, die in aufeinander abgestimmten Outfits bekannte Tänze aus Bollywood-Filmen interpretierte und dafür viel Applaus bekam. Im Anschluss sorgten Chicha Santa unter anderem mit Santanas „Oye como va“ für lateinamerikanische Rhythmen. Mit eingängigem Reggae von der bekannten und mehrfach ausgezeichneten Band The Hippocritz Ewe Roots Reggae um Sänger Agbenyega Attiogbe-Redlich alias „Black Pepper“ ging der internationale Musikabend entspannt zu Ende.

Ziel sei es gewesen, Überblick zu geben, welche internationalen Musikern derzeit die Göttinger Kulturlandschaft bereichern, erklärt Reinert, der ein positives Fazit zieht: „Es war eine super Stimmung und die Leute hochzufrieden.“

International Music Evening in der Zentralmensa

Von Nora Garben