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Göttingen Göttinger Gospelchor „Spirit of Glory“ spielt Konzert in St. Nikolai
Campus Göttingen Göttinger Gospelchor „Spirit of Glory“ spielt Konzert in St. Nikolai
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10:40 17.12.2017
Der Gospelchor „Spirit of Glory“ hat in der Göttinger Universitätskirche St. Nikolai nicht nur Carols, Gospels und Weihnachtslieder gesungen, sondern auch die Zuhörer eingebunden. Quelle: Peter Heller
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Göttingen

„Halleluja“ klingt es nicht nur beim Einlauf der Chormitglieder, sondern auch bei einem späteren Kanon mit dem Publikum. So haben die Sänger des Gospelchors „Spirit of Glory“ nicht nur selbst Carols, Gospels und Weihnachtslieder gesungen, sondern auch das Publikum bei ihrem Auftritt in der Universitätskirche St. Nikolai eingebunden.

Der erste Kanon, den die Konzertbesucher mitsingen sollen, ist noch einfach: „Mach hoch die Tür“ heißt das nur zweizeilige Lied, das zwei Gruppen des Chores und das zweigeteilte Publikum gemeinsam singen. Unter dem Kirchenschiff vermischen sich die geübten, klaren Stimmen der Chormitglieder mit denen der Besucher. Zu mehr als zum Mitsingen – „Sie haben auch in den Seitenschiffen Platz zum Tanzen“, hatte ein Chormitglied zu Begrüßung gesagt – ließen diese sich dann aber doch nicht überreden.

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Dafür lauschten sie gebannt den Liedern des Chores – vom klassischen Gospel „Ev’ry time I feel the spirit“ bis zu Wiegeliedern wie dem spanischen „A la nanita nana“ oder dem italienischen „Dormi, dormi del bambin“. Wäre es in der Kirche nicht zu kalt dazu, würde man gern an Ort und Stelle auf der Bank einschlafen – dafür sind solche Lieder schließlich gedacht.

Mit dem nächsten Kanon – diesmal vierstrophig – wird das Publikum wieder geweckt: „Du bist da wo Menschen leben“, singen sie nun vierstimmig gemeinsam mit dem Chor. Unterbrochen wird das Konzert, organisiert von der Evangelischen Studierenden- und Hochschulgemeinde Göttingen (ESG), zu der der Chor gehört, von kleinen Weihnachtserzählungen und -gedichten. Den Schluss machten mehrere Traditionals und Spirituals. Zu letzterer Sorte gehörte auch „Peace like a river/Kumbayah“, das früher die Sklaven zum Zeitvertreib auf den Feldern sangen, wie ein Chormitglied dem Publikum erklärt. Das Lied klingt nach traurigen Sklaven – ganz im Gegensatz zu dem Gospelchor insgesamt, der Freude am Singen verbreitet und die Kirche gesanglich gut ausfüllt.

Von Hannah Scheiwe

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