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Göttingen Studentenwerke fordern Nothilfe für niedersächsische Studierende
Campus Göttingen Studentenwerke fordern Nothilfe für niedersächsische Studierende
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17:30 27.03.2020
Leerer Campus mit Kirschblüten: Wegen der Corona-Pandemie blühen die Zierkirschen in diesem Jahr auf einem leeren Göttinger Campus. Quelle: Peter Heller
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Göttingen

Auch für Studierende sind wegen der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Schließungen zahlreiche Verdienstmöglichkeiten weggebrochen. Die Studentenwerke des Landes Niedersachsen fordern deshalb einen Nothilfefonds, der niedersächsische Studierende in Notlagen mit insgesamt 19 Millionen Euro unterstützen soll.

Akute existenzielle Engpässe

Wie aus einer Meldung des Göttinger Studentenwerks hervorgeht, hat sich die Arbeitsgemeinschaft Niedersächsischer Studentenwerke (Arge) jetzt mit einem gemeinsamen Brief mit dieser Forderung an Wissenschaftsminister Björn Thümler gewandt. Die fünf Studentenwerke warnen, dass Studierende, die ihren Lebensunterhalt bisher mit Nebenjobs finanziert haben, in akute existenzielle Engpässe geraten sind. „Allein das Studentenwerk Göttingen hat am Montag mehr als 300 Anfragen von Studierenden erhalten, die sich in einer echten Notlage befinden“, teilt Prof. Jörg Magull, Geschäftsführer des Studentenwerks Göttingen und Sprecher der Arge.

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Es gebe in Niedersachsen aktuell circa 212000 Studierende, von denen etwa 49000 auf einen Nebenjob angewiesen seien. Laut Erhebungen des Deutschen Studentenwerks (DSW) verdienen sie dabei durchschnittlich 385 Euro im Monat.

Schnellstmöglich und unbürokratisch

„Selbst wenn die Sozialdienste der Studentenwerke eigene Hilfsfonds auflegen würden, überschreitet die Zahl der derzeit akut bedürftigen Studierenden die Leistungsfähigkeit der Studentenwerke um ein Vielfaches“, so Magull.

Daher habe die Arge der Landesregierung vorgeschlagen, so schnell wie möglich einen Nothilfefonds aufzulegen. Insgesamt 19 Millionen Euro sollen schnellstmöglich und unbürokratisch über die niedersächsischen Studentenwerke ausgezahlt werden.

Kernaufgabe der Studentenwerke

„Wer in finanzielle Not geraten ist, dem versuchen wir, rasch zu helfen“, versichert Magull. Schließlich sei es eine Kernaufgabe der Studentenwerke, Studierende wirtschaftlich und sozial zu fördern – so sieht es das Niedersächsische Hochschulgesetz vor.

Von Hannah Rudolph