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Göttingen Universität will Zentrum eröffnen
Campus Göttingen Universität will Zentrum eröffnen
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14:55 22.06.2017
Von Angela Brünjes
Quelle: Theodoro da Silva (Archiv)
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Göttingen

„Wir haben den gesamten Bereich der Ostasienwissenschaften und der transregionalen Studien an der Universität Göttingen in den vergangenen Jahren kontinuierlich und systematisch auf- und ausgebaut“, betont Prof. Hiltraud Casper-Hehne, Vizepräsidentin für Internationales der Universität. „Das Zentrum für Buddhismuskunde bildet auf diesem Weg eine wichtige Ergänzung.“

Schwerpunkt des angestrebten Zentrums wird die vergleichende Erforschung des chinesischen Buddhismus sein, insbesondere des in China am weitesten verbreiteten Chan-Buddhismus (japanisch Zen-Buddhismus). Der Tempel des Sechsten Patriarchen aus Zhaoqing in Südchina richtet im früheren Gebäude des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung in Katlenburg-Lindau ein Meditationszentrum ein. „Das geplante Zentrum für Buddhismuskunde passt hervorragend in die Forschungsstrategie der Universität Göttingen, in der die vergleichende und multidisziplinäre Religionsforschung seit Jahren eine zentrale Rolle spielt“, so Universitätspräsidentin Prof. Ulrike Beisiegel.

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Einführung in Meditation

Die Forscher am Zentrum sollen sich in erster Linie auf die Entwicklung des Chan-Buddhismus in der Moderne sowie auf seine kulturellen und gesellschaftlichen Auswirkungen konzentrieren. „Dabei werden sie den Chan-Buddhismus nicht nur mit anderen buddhistischen Denominationen vergleichen, sondern auch mit vielfältigen religiösen Traditionen in Ostasien und woanders“, erläutert ProfAxel Schneider, Direktor des Ostasiatischen Seminars und Vize-Direktor des Zentrums für Moderne Ostasienstudien an der Universität Göttingen. „Darüber hinaus werden wir auch mit dem Meditationszentrum in Katlenburg-Lindau zusammenarbeiten: Studierende können dort Einführungskurse zu buddhistischer Meditation besuchen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die buddhistische Bibliothek nutzen, die dort aufgebaut wird.“

Die öffentliche Festveranstaltung am Montag, 26. Juni, beginnt um 15 Uhr mit der Eröffnung der buddhistischen Kulturwoche 2017. Neben einem Film zum Buddhismus, der Vorstellung der Kulturwoche und des Meditationszentrums sowie des neuen Forschungszentrums steht ein Festvortrag mit anschließender Publikumsdiskussion auf dem Programm. Ab etwa 18 Uhr werden die Universitätspräsidentin und der Abt des Liuzu Tempels, Hochwürden Dharmameister Dayuan, die Absichtserklärung zur Förderung des Zentrums unterzeichnen.