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Göttingen Göttinger Forscher: Membranen für die Biotechnologie besser verstehen
Campus Göttingen

Göttinger Forscher: Membranen für die Biotechnologie besser verstehen 

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17:01 30.05.2021
Darstellung der Polymermembranen.
Darstellung der Polymermembranen. Quelle: Abetz/Müller
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Göttingen

Ob bei Entsalzungsanlagen oder der Abwasserreinigung – Membranen spielen in der Technik eine zentrale Rolle. Eine neue Klasse von Membranen, die Polymermembranen, haben Forscher des Helmholtzzentrums Hereon und der Universität Göttingen untersucht.

Seit mehreren Jahren arbeitet Hereon an der neuen Variante: Sie besteht aus speziellen Polymeren, die gleichgroße Poren im Nanometer-Maßstab bilden. Durch diese Poren könnten die zu trennenden Stoffe, etwa bestimmte Proteine, regelrecht hindurchschlüpfen, heißt es in einer Mitteilung der Forscher. Da diese Trennschichten sehr dünn und damit relativ fragil seien, seien sie mit einer schwammartigen Struktur mit weitaus gröberen Poren verbunden – sie verleihe dem Gebilde die nötige mechanische Stabilität.

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Da die Polymermembranen hohen Durchsatz mit guter Trennselektivität verbänden, könnten sie künftig für die Biotechnologie und die Medikamentenproduktion interessant sein, aber auch in der Abwasserbehandlung Verwendung finden, etwa um unerwünschte Farbstoffe herauszufiltern, so Marcus Müller, Professor für theoretische Physik an der Universität Göttingen, und Volker Abetz, Leiter des Hereon-Instituts für Membranforschung und Professor für Physikalische Chemie an der Universität Hamburg.

Computersimulationen sollen helfen

Um die Membranen maßgeschneidert für bestimmte Anwendungen herstellen zu können, müssten die Systeme aber noch grundlegender verstanden werden. Eine wichtige Rolle dabei sollen Computersimulationen spielen – mit ihnen lasse sich digital nachbilden, was im Detail beim Herstellungsprozess passiert.

Von chb