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Göttingen Göttinger Forscher: So lässt sich die Artenvielfalt auf Palmölplantagen erhöhen
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Göttinger Forscher: So lässt sich die Artenvielfalt auf Palmölplantagen erhöhen

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13:09 14.10.2020
Blick über eine Palmölplantage auf Sumatra in Indonesien. Quelle: dpa
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Göttingen

Weltweit steigt die Nachfrage nach Palmöl. Das hat Folgen für die Diversität von Flora und Fauna: In Südostasien haben sich Ölpalmmonokulturen rasant ausgebreitet – was häufig mit dem Verlust von natürlichen Lebensräumen und Artenvielfalt einhergeht. Eine Diversifizierung mit einheimischen Baumarten kann einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten. Ein Forschungsteam der Universitäten Göttingen und Jambi (Indonesien) hat nun gezeigt, dass eine solche Diversifizierung mit Hilfe von Informationskampagnen und kostenlosen Setzlingen gefördert werden kann. Die Studie ist in der Fachzeitschrift Journal of Environmental Economics and Management erschienen.

Kleinbäuerliche Ölpalmplantagen machen nach Angaben der Universität Göttingen etwa 40 Prozent der gesamten Ölpalmfläche in Indonesien aus und stellen somit eine wichtige Zielgruppe für Politikinterventionen dar. An der Studie des interdisziplinären deutsch-indonesischen Sonderforschungsbereichs „EFForTS“ seien 800 Kleinbauern beteiligt gewesen. „Die Kleinbauern haben in der Regel kaum Zugang zu Information, Beratung und qualitativ hochwertigem Saatgut“, sagt Studienleiterin Prof. Dr. Meike Wollni, Agrarökonomin an der Universität Göttingen. „Dabei ist das Interesse an Diversifizierung hoch, insbesondere mit heimischen Fruchtbäumen, wie bei den Gesprächen mit der lokalen Bevölkerung zum Ausdruck kam.“

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Wie lässt sich die Artenvielfalt auf Palmölplantagen verbessern? In einer Studie der Uni Göttingen erhielt ein Teil der Kleinbauern zusätzlich zu Informationen sechs Baumsetzlinge. Quelle: r

Informationen und Baumsetzlinge motivieren zum Pflanzen von Bäumen

Vor diesem Hintergrund hätten die Forscherinnen die Teilnehmer an der Studie in verschiedene Versuchsgruppen eingeteilt. Die Gruppen erhielten jeweils Informationen und/oder Baumsetzlinge. Die Ergebnisse zeigen, dass die beides die Anzahl der gepflanzten Bäume in den kleinbäuerlichen Ölpalmplantagen erhöht. „Wir sehen, dass beide Interventionen eine kleine Gruppe von Individuen motiviert, viele Bäume zu pflanzen“, sagt Erstautorin Dr. Katrin Rudolf von der Universität Göttingen. „Um jedoch eine breite Masse von Bäuerinnen und Bauern zu erreichen, ist es notwendig, Setzlinge zu verteilen. Hierbei sollten die Vorlieben der Bäuerinnen und Bauern bei der Auswahl der Baumarten berücksichtigt werden, um die Überlebenschancen der Bäume zu erhöhen.“

Prof. Dr. Meike Wollni und Katrin Rudolf Quelle: r

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Die Identifikation von Politikansätzen zur Verbesserung der Umweltauswirkungen des Ölpalmanbaus sei im Hinblick auf den voranschreitenden Artenschwund von höchster Relevanz, so die Autorinnen. Neben der Produktionsseite solle jedoch auch die Konsumentenseite berücksichtigt werden, die zum Beispiel über Zertifizierungen für umweltfreundlichere Plantagen an den entstehenden Kosten beteiligt werden könnte.

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Von vsz/r