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11:30 07.10.2019
Internationale Wissenschaftler kritisieren die Zustände im Flüchtlingslager Moria auf der Insel Lesbos. Quelle: AP
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Göttingen

Ein internationales Team von Wissenschaftlern hat die Situation in der Ägäis, insbesondere im griechischen Flüchtlingslager Moria, kritisiert. Die Forscher des EU-geförderten Forschungsprojekts „Respond“, an dem auch die Universität Göttingen beteiligt ist, fordern Reaktionen der zuständigen Politikerinnen und Politiker auf der Basis der Menschenrechte.

Nach dem dritten Tod eines Menschen in Moria, einem sogenannten Hot Spot auf der Insel Lesbos, ist die Situation in dem völlig überfüllten Lager Gegenstand weltweiter Berichterstattung. In dem ursprünglich für 3000 Menschen eingerichteten Lager leben derzeit rund 13 000 Geflüchtete. Die Europäische Union und die griechische Regierung wollten mit dem Hot Spot Moria die Flüchtlingsströme der Jahre 2015 und 2016 regeln.

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„Hot Spots sind keine Lösung.“

Nach Ansicht der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist dieser Ansatz gescheitert. „Der Hot Spot-Ansatz hat rechtlich und sozial zu einer äußerst chaotischen Situation geführt, in der die Würde der Asylbewerberinnen und -bewerber, die im internationalen Menschenrecht, in der Europäischen Menschenrechtskonvention und im Europäischen Asylsystem verankert ist, mit Füßen getreten wird“, schreiben die Forscherinnen und Forscher in einer aktuellen Stellungnahme. „Hot Spots sind keine Lösung. Nach fast zwei Jahren unserer Forschung müssen wir zusammenfassen, dass sich die Situation in der Ägäis verschlechtert.“ Der Hot Spot-Ansatz und Maßnahmen wie das Abkommen zwischen der EU und der Türkei hätten es nicht geschafft, das Problem der Fluchtmigrationsströme zu regeln.

Die ausführliche Stellungnahme über das Projekt „Respond“ finden Sie hier.

Von r

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