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Göttingen Göttinger Studentenwerk und Erzieher feiern 50 Jahre Kita Theodor-Heuss-Straße
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Göttinger Studentenwerk und Erzieher feiern 50 Jahre Kita Theodor-Heuss-Straße

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10:00 11.05.2021
Erzieherinnen und Erzieher haben sich am Geburtstag in Feierlaune gezeigt (v.l.): Iris Falk, Steffen Schäfer, Kita-Leiterin Kerstin Sündermann und Peter Lins.
Erzieherinnen und Erzieher haben sich am Geburtstag in Feierlaune gezeigt (v.l.): Iris Falk, Steffen Schäfer, Kita-Leiterin Kerstin Sündermann und Peter Lins. Quelle: Studentenwerk Göttingen
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Die Kita des Studentenwerks ist im April 50 Jahre jung geworden. Das Team hat den Geburtstag mit Kindern und Eltern im Stil der 70er-Jahre gefeiert – also vor allem: bunt.

Die Pädagogen hätten dem Anlass entsprechend „eine Woche wie in den siebziger Jahren“, veranstaltet, teilte die Pressestelle des Studentenwerks mit. Erzieherinnen und Erzieher hätten trotz Hygienevorgaben Spaß an alten Spielen, einer Fotobox und einer Ausstellung gehabt. In der Woche sei auf die „bewusste Reduzierung von bekanntem Spielzeug“ gesetzt worden. „Das Kita-Team hatte coole Ideen mit Liebe zum Detail umgesetzt und alles vorbereitet“, heißt es in der Mitteilung.

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1971: Kita-Gründung durch Studierende

Eine coole Idee hatten offensichtlich Studierende, die die Einrichtung 1971 gegründet haben - im ehemaligen AStA-Haus in der Goßlerstraße, so das Studentenwerk Göttingen. Dort sei die Kita bis 1988 untergebracht gewesen. Platzmangel habe den Umzug an den neuen Standort in der ehemaligen Christian-Andersen-Schule an der Theodor-Heuss-Straße 21 erfordert.

75 Kinder seien damals in fünf Gruppen betreut worden. 2002 sei ein Sprachförderkonzept für zweisprachig aufwachsende Kinder umgesetzt, 2006 eine Kindergartengruppe zur Krippen-Gruppe umgewandelt worden. Bis 2009 hätten die pädagogischen Fachkräfte das pädagogische Profil interkulturellen Lernens stetig weiterentwickelt.

Individualität aller Beteiligten hat hohen Stellenwert

„Bei uns geht es familiär zu. Jeder und jede kann so sein wie er oder sie sein will“, betonte Kita-Leiterin Kerstin Sündermann. In einer von Toleranz geprägten Atmosphäre nehme die Individualität von Kindern, Eltern, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen hohen Stellenwert ein.

In vier Kindergartengruppen und einer Krippengruppe betreuen Sündermann und ihr Team mit 23 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern 95 Kinder aus 20 Nationen. Ein sogenanntes „Offenes Konzept“ ermögliche allen Kindern den Wechsel von ihrer Stammgruppe in Schwerpunkträume wie Bauraum, Spieleraum, Kreativraum oder in den „Bücherwurm“.

Zehn Inklusionskinder in den Gruppen integriert

Zehn Inklusionskinder mit besonderem Betreuungsbedarf seien in den Gruppen integriert. Für Kinder in Krippe und Kindergarten mit besonderem Förderbedarf stünden besonderes heilpädagogisches Fachpersonal und die entsprechenden räumlichen Möglichkeiten und Ausstattungen zur Verfügung, heißt es auf der Kita-Seite der Homepage des Studentenwerks.

Sündermann, seit zehn Jahren als Leiterin der Einrichtung tätig, freue sich „über Vielfalt und dass rund 60 Prozent der Kinder internationaler Herkunft sind“. Das Studentenwerk habe notwendige Umbaumaßnahmen zur Inklusion und aufgrund von Corona-Schutzmaßnahmen „immer großzügig ermöglicht“, betonte Sündermann.

„Besonderer Ort zum Wohlfühlen und Verstandenwerden“

Heike Lorey-Vaupel, Abteilungsleiterin Kindertagesstätten im Studentenwerk, erklärte, dass „die Kita an der Theodor-Heuss-Straße ein ganz besonderer Ort zum Wohlfühlen und zum Verstandenwerden“ sei. „Wir sehen uns als Begegnungsstätte, als Ort des Austauschs. Hier lernt man von- und miteinander.“ Die Kita sei von einem hohen Maß an Wertschätzung und Feinfühligkeit den Kindern und Familien gegenüber getragen, so Lorey-Vaupel. „Dies ist ein großer Verdienst der Mitarbeitenden. Ihnen gebührt mein großer Dank für diese gelebte und lebendige Diversität.“

Das Studentenwerk Göttingen bietet in sechs Kindertageseinrichtungen Betreuung, Bildung und Erziehung für Kinder ab neun Monaten bis zum Grundschulalter an. In den Einrichtungen werden Kinder studentischer Eltern, von Universitätsmitarbeitern und allgemein Kinder aus dem Stadtgebiet betreut.

Von Stefan Kirchhoff