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Göttingen Universitätsbund verleiht Dissertationspreis
Campus Göttingen Universitätsbund verleiht Dissertationspreis
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17:08 28.10.2019
Unibund-Vorsitzender Prof. Arnulf Quadt mit den Preisträgern Dr. Johanna Eckert, Dr. Maren Elisabeth Schwab und Dr. Helge Mißbach und dem Laudator Prof. Hans-Christian Hofsäss (von links). Quelle: R
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Göttingen

Gewürdigt wurden damit ihre „summa cum laude“ bewerteten Promotionen an der Universität Göttingen auf den Gebieten der vergleichenden Psychologie und kognitiven Primatenforschung, der Erforschung des frühen Lebens auf der Erde und der Renaissanceforschung. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld in Höhe von jeweils 5000 Euro verbunden.

Bereits ab dem Kindesalter entwickeln wir Fähigkeiten, intuitiv Schlussfolgerungen über Wahrscheinlichkeiten von Ereignissen zu ziehen. Bislang wurde angenommen, dass nur Menschen diese intuitive Statistik beherrschen. Johanna Eckert habe in ihrer Dissertation nun erstmals belegt, dass auch Menschenaffen dazu fähig sind, heißt es in einer Mitteilung der Universität. In der Auswertung mehrerer Serien von Experimenten kam sie außerdem zu dem Schluss, dass intuitive Statistik auch beim Menschenaffen mit sozialer und weiterer Kognition verbunden ist. Zudem weisen sie vergleichbare psychophysikalische Grundlagen und Eigenschaften auf wie Menschen.

Wichtige Grundlage für Marsforschung

Helge Mißbach analysierte organische Substanzen als „Biosignaturen“ in bis zu 3,5 Milliarden Jahre alten Gesteinen. Er untersuchte unter anderem die künstliche thermische „Reifung“ von Biosedimenten in Goldkapseln sowie Struktur und Verhalten abiotisch gebildeter organischer Substanzen.

Seine Ergebnisse bilden eine wichtige Grundlage für die Bewertung organischer Signale von der Marsoberfläche, wenn die Europäische Raumfahrtagentur ESA ab 2021 nach Spuren früheren Lebens auf dem Mars sucht. Mißbach erarbeitete seine Dissertation in einem gemeinsamen Projekt von Geowissenschaftlichem Zentrum der Universität und Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung.

Briefe, Tagebücher und Stadtführer ausgewertet

Wie wurden in der italienischen Renaissance die materiellen Überreste der römischen Antike wahrgenommen? Wie verstanden und verarbeiteten die Zeitgenossen die aufgefundenen Inschriften, Münzen, Körper, Statuen, Schiffe und Ruinen? Maren Elisabeth Schwab untersuchte Briefe, Geschichtswerke, Tagebücher, Fachtraktate und Biographien sowie Stadtführer, Romane, Inschriften, Zeichnungen und Karten.

Sie führt in ihrer Dissertation die Ergebnisse zu einer Gesamtinterpretation zusammen. Dabei nimmt Schwab die Leser mit auf eine imaginäre Reise durch die Labyrinthe der Literatur, Mathematik, bildenden Kunst, Astronomie und Kartenzeichnung.

Der von der AKB Stiftung geförderte Preis des Universitätsbundes wurde am Sonnabend, 26. Oktober, beim Göttinger Alumni-Tages verliehen.

Von chb/pug

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