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Göttingen Göttinger Wissenschaftler erhalten 25 000 Euro für Kampf gegen seltene Nervenkrankheit
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Göttinger Wissenschaftler erhalten 25 000 Euro für Kampf gegen seltene Nervenkrankheit

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12:00 18.10.2020
ELA-Vorstandsmitglied Dr. Tobias Mentzel übergibt gemeinsam mit Jakob und Claudia Mentzel 25 000 Euro an die Göttinger Projektleitung Dr. Steffi Dreha-Kulaczewski (r.), Ärztin der Neuropädiatrie der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der UMG. Quelle: r
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Göttingen

Wissenschaftler der Universitätsmedizin in Göttingen und Dresden arbeiten an einem internationalen Projekt: Sie wollen herauszufinden, wie eine Gruppe von Nervenerkrankungen namens Leukodystrophien therapiert werden kann. Gemeinsam mit Forschern der Brown University in Providence, USA sollen hierfür geeignete Messverfahren entwickelt werden. Dr. Tobias Mentzel vom Verein ELA Deutschland überreichte der Göttinger Projektleitung einen Symbolscheck mit der Fördersumme von 25 000 Euro – dies teilte die Universitätsmedizin Göttingen mit.

Die ELA (European Leukodystrophy Association) engagiert sich für Menschen mit Leukodystrophien und die Forschung rund um die gefährliche Krankheitsgruppe. Leukodystrophien sind eine Gruppe seltener genetisch bedingter Erkrankungen, bei denen die Nervenfunktion wegen eines Mangels an weißer Hirnsubstanz stark beeinträchtigt ist. Die Folge: Sprache, Gehör, Bewegungs- und Sehvermögen gehen verloren und oft sterben betroffene Kinder sehr früh.

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Göttinger Forscher auf der Suche nach Therapie

Bis heute ist die Krankheit nur begrenzt therapierbar. Um das zu ändern, wollen die Forscher Methoden entwickeln, durch die sie den Erfolg möglicher Therapien messen können: Mithilfe der Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) soll bestimmt werden, wie stark die weiße Hirnsubstanz beschädigt ist. Das Projekt leiten Dr. Steffi Dreha-Kulaczewski, Ärztin der Neuropädiatrie an der UMG, und der Neuroradiologe Dr. Hagen H. Kitzler am Universitätsklinikum Dresden.

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Die Autorin erreichen Sie per Mail an lokales@goettinger-tageblatt.de.

Von Fiora Blettner