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Göttingen Lift-Off: Uni Göttingen zeichnet innovative Ideen aus
Campus Göttingen Lift-Off: Uni Göttingen zeichnet innovative Ideen aus
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18:22 14.06.2019
Lift-Off: Auszeichnung der besten Gründer-Ideen 2019 mit Tanz- und Gesangspräsentation des Teams BarBQ. Quelle: Ulrich Schubert
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Göttingen

Eine Bar-App für Göttinger Partygänger, eine Software für die Verarbeitung großer Datenmengen, die optische Stimulation der Gehörschnecke und ein neues Göttinger Magazin zur Integration von Flüchtlingen: Das sind die Sieger beim diesjährigen Gründungswettbewerb „Lift-Off“ der Universität Göttingen.

Das Team BarBQ im Video:

Zwölf Finalisten waren am Donnerstag zur Endrunde in der alten Uni-Mensa angetreten. Vergeben wurden je zwei Preise in zwei Kategorien, außerdem zwei Publikumspreise und der Sonderpreis „Live Science“. Das jeweilige Preisgeld lag zwischen 2000 und 3000 Euro – Gesamtwert: 26 000 Euro. Die Preisgelder wurden von Göttinger Firmen und Institutionen gestiftet (siehe Info-Teil). Der Wettbewerb selbst wird über die Studiengebühren finanziert.

Bildergalerie der Sieger

Preise im Gesamtwert von 26000 Euro hat die Uni Göttingen gemeinsam mit Sponsoren beim Lift-Off-Gründerwettbewerb 2019 vergeben. Ausgezeichnet wurden die Projekte und Jung-Unternehmen nach kurzen Elevator Pitches in der alten Uni-Mensa. Ein paar Eindrücke in Bildern.

Zum 3. Mal hatte die Gründungsförderung der Uni Göttingen den „Lift-Off-Wettbewerb“ organisiert. Damit will sie gute Ideen und Projekte von Studenten und Uni-Mitarbeitern fördern und sie bei ihrer Unternehmensgründung unterstützen. 24 Gruppen und Einzelkämpfer hatten sich beworben, zwölf haben sich für die Endrunde qualifiziert. Sie wurden seit Ende vergangenen Jahres bei der Weiterentwicklung ihrer Projekte von erfahrenen Mentoren aus Wirtschaft und Wissenschaft unterstützt und in Workshops auf ihre Präsentation vor der Preisverleihung vorbereitet.

Die meisten Bewerber haben bereits Unternehmen gegründet oder stehen unmittelbar davor. In jeweils dreiminütigen Kurzvorträgen konnten sie ihr Projekt vorstellen. Die sogenannten Elevator Pitches variierten zwischen kleinen, höchst unterhaltsamen Tanz- und Gesangsshows (BarBQ) und hoch wissenschaftlichen Kur-Beschreibungen mit eingeflochtenen vereinfachten Beispielen (OptoGenTech).

Sie geben das Geld:

Die Lift-Off-Preisstifter

Die Stifter der Preise beim Gründer-Wettbewerb Lift-Off und Förderer: Sparkasse Göttingen, der GWG Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen mbH, Faktor – die Entscheider-Medien für die Region, der Industrie- und Handelskammer Hannover, Wirtschaftsförderung Region Göttingen GmbH, Life Scienc Faktory – Sartorius, SerNet, Snic –Südniedersachseninnovationscampus, Schumann GmbH.

Jeweils sechs Gruppen und Einzelbewerber hatten sich für die Kategorie studentische Gruppen mit „Gründungspotenziel“ und Teilnehmer aus Forschung, Lehre und Mitarbeitern im Bereich „Wissenschaft“ qualifiziert. Die Sieger wurden von einer Jury ermittelt, die Publikumspreise am Abend per Stimmenabgabe der etwa 250 Gäste.

Die Preisträger

Der erste Preis in der Kategorie „Gründungspotenzial“ ging an das Unternehmen BarBQ. BarbQ ist eine neue App, über die unternehmungslustige Nutzer die richtige Bar, ein Café oder Restaurant in Göttingen finden können – je nach Lust und Laune.

Der zweite Potenzial-Preis ging an das Projekt
Pandamask . Das Mini-Unternehmen produziert modisch ansprechende Schals, in die eine kleine, unauffällige Atemschutzmaske gegen Smog und andere Luftverschmutzung integriert ist. Die „Maske“ soll vor allem auf dem asiatischen Markt, aber auch in Europa vertrieben werden.

Der erste Preis in der Kategorie Wissenschaft ging an das Unternehmen IndiScale
Data Services. Das Viererteam hinter der Idee hat ein Software-Baukastensystem entwickelt, mit dem große und komplexe Datenmengen verarbeitet werden können. Es soll vor allem in großen Forschungsgruppen und Unternehmen zum Einsatz kommen.

Der zweite Preis in der Wissenschafts-Kategorie ging an das Team Your Alga . Das Team hat einen einfachen, aber geschlossenen Bioreaktor aus Folie entwickelt, mit dem in der chemischen Industrie kontaminationsfrei Mikroalgen kultiviert werden können.

Mit dem dem „Sonderpreis Life Science“ und einem Publikumspreis ausgezeichnet wurde die OptoGenTech GmbH . Sie forscht und entwickelt das optische Cochlea-Implantat, mit dem deer modifizierte Hörnerv über Licht stimuliert wird. Es soll bisherige Verfahren mit elektrischer Stimualtion ersetzen, wie sie zum Beispiel bei Herzschrittmachern und zur Hirnstimulation verwendet werden.

Der zweite Publikumspreis ging an das Projekt Zatar – Kochen als Brücke. Unter diesem Titel bringt das Studententeam dahinter mit Geflüchteten in Kürze ein Magazin mit Kochrezepten und Artikeln über Kochprojekte heraus – als Beitrag zur Integration und Zusammenführung verschiedener Kulturen.         

Die weiteren Bewerber

Leef Point will Teller und Schüsseln aus gepressten Blättern auf den Markt bringen, um eine umweltfreundliche Alternative zu Einweg-Plastikgeschirr anzubieten.

NAĐO ist ein Co-Working-Projekt, das „einsamen“ Menschen Arbeitsplätze und -räume in gemütlichem Ambiente bietet, in denen sie sich austauschen – oder gemeinsam nebeneinander arbeiten – können.

YOWILL hat ein Internet-Tool entwickelt, mit dem Nutzer Persönliches, Mitteilungen und Nachlasswünsche für den Fall ihres Todes digital für Verwandte und Freunde hinterlassen können.

Das Team DeepSem hat ein Programm entwickelt, mit dem sich vor allem medizinisch ausgerichtete, lange und komplexe Texte in kürzere und einfachere Texte umwandeln lassen.

PERSENX will einen analytischen Sensors auf dem Markt etablieren, mit dem zum Beispiel bei Harnwegserkrankungen bakterieller Infekte auch zu Hause überwacht werden können.

Das Projekt Genometation hat unter gleichem Namen eine Methode entwickelt, die unter anderem in der Pharmaforschung und Pflanzenzucht die Entwicklung von Pilzstämmen und Zuchtpflanzen beschleunigen kann.

Den Autor erreichen Sie via Telefon: 05 51 / 90 17 31; E-Mail: u.schubert@goettinger-tageblatt.de; Twitter: @goeschubi Facebook: Goeschubi GT

Von Ulrich Schubert

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