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Göttingen HAWK startet neuen Masterstudiengang
Campus Göttingen HAWK startet neuen Masterstudiengang
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15:37 27.11.2017
Stadtnah: das Wäldchen am Ascherberg beim Kiessee. Quelle: PEK
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Göttingen

Seit Mitte September studiert die Forstwissenschaftlerin Stefanie Zöller im voll besetzten Studiengang an der Fakultät Ressourcenmanagement. Mit 24 anderen Kommilitonen lernt sie die Bedürfnisse verschiedener Interessengruppen stadtnaher Wälder zu erfassen, zu moderieren und zu koordinieren. „Auf dem Stundenplan stehen zum Beispiel Ökosystemdienstleistungen, Verkehrssicherungspflicht, Organisation kommunaler Verwaltungen sowie Konfliktmanagement. Da ist alles dabei, was wir später im Job brauchen”, berichtete Zöller. Ziel sei es, immer ein Gesamtnutzungskonzept für den urbanen Wald und das städtische Grün zu entwickeln. Die Zwischenbilanz der Studierenden falle positiv aus, teilt die Pressestelle der HAWK mit. „Ich war im Sommer noch auf der Suche nach einem geeigneten Master, da ich als Förster später gerne im städtischen Bereich arbeiten will. Da passte das Angebot der HAWK genau zu meinem Plan”, sagte der Student Martin Wissenberg.

Parallel zum Studienstart hat Anfang September eine Herbsttagung der HAWK stattgefunden. Unter dem Motto „Kommunikation und Bürgerbeteiligung beim (urbanen) Waldmanagement” haben sich 120 Teilnehmer aus der Forstpraxis sowie Dozierende und Studierende der Fakultät über regelmäßige Konflikte zwischen Forstinstitutionen und Bürgerinitiativen informiert. Schuld daran war meistens unzureichende Kommunikation beider Seiten. Um solche Konflikte zu beenden oder gar nicht erst aufkommen zu lassen, seien Dialog und Perspektivwechsel der Schlüssel zum Erfolg, meinten die Referenten der Tagung. Die Förster aus dem Publikum hätten über positive Erfahrungen mit diesen Möglichkeiten berichtetet. Sie könnten ihr eigenes Handeln reflektieren und sich besser mit Waldbesuchern auseinandersetzen.

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Kommunikationsfähigkeit solle eine Kernkompetenz eines Försters sein, meinten die Teilnehmer der Tagung.

Daher besteht auch ein großes Interesse an einem, bisher noch nicht möglichen, berufsbegleitenden Studium. „Alternativ kann es eine sehr lohnende Investition für den Arbeitgeber sein, eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter des gehobenen Dienstes für diesen Masterstudiengang freizustellen“, sagte Tagungsmitorganisator und HAWK-Dozent Volker Dubbel.

Die Notwendigkeit und Innovation dieses Studiengangs sei von dem sehr positiven Feedback der Praxispartner und potenziellen Arbeitgeber unterstrichen worden, erläuterte Studiendekanin Bettina Kietz. Es bestünde ein bundesweites Interesse an dem Studiengang und den kommenden Absolventen, teilte die Pressestelle mit. Die Stadtverwaltungen Duderstadt und Hardegsen, sowie die Verwaltung Staatliche Schlösser und Gärten Baden Württemberg sind Kooperationspartner beim Praxisprojekt im dritten Semester.

Informationen zum Masterstudiengang gibt es unter: hawk-hhg.de/ressourcen.

Von Nathalie Langer

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