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Göttingen Initiative von neun Hochschulen: Sprachenbildung an Schulen verbessern
Campus Göttingen Initiative von neun Hochschulen: Sprachenbildung an Schulen verbessern
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20:18 24.06.2013
Von Angela Brünjes
Eine Sprache, verschiedene Herkunftsländer: Angehende Lehrer sollen im Studium auch die Sprachenförderung von Migranten lernen.
Eine Sprache, verschiedene Herkunftsländer: Angehende Lehrer sollen im Studium auch die Sprachenförderung von Migranten lernen. Quelle: pug
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Göttingen

„Nach wie vor bestätigen empirische Studien einen Zusammenhang von sozialer Herkunft und Bildungserfolg. Eine Hauptursache dafür ist die unzureichende Ausbildung der für den Schulerfolg erforderlichen sprachlichen Kompetenzen insbesondere bei Schülern mit Migrationshintergrund.

Diese machen mittlerweile mehr als 30 Prozent der Schülerschaft bundesweit aus. Hier stehen die Bundesländer vor einer großen gesellschaftlichen Verantwortung“, sagt Initiatorin Prof. Hiltraud Casper-Hehne, Vizepräsidentin der Universität Göttingen. Mit ihrer Initiative setzen sich die niedersächsischen Hochschulen dafür ein, langfristig die sprachliche Bildung und Sprachenförderung an deutschen Schulen zu verbessern.

Ausgestaltung von Heterogenität und Diversität

Sie wollen diese als Elemente der Ausgestaltung von Heterogenität und Diversität in der Lehrerbildung verankern. Zukünftige Lehrer aller Fächer, Schulformen und Stufen sollen in ihrer Ausbildung eine Vielfalt an didaktisch-methodischen Kompetenzen für eine umfassende sprachliche Förderung und Bildung erhalten.

Die Initiative ermögliche angehenden Lehrern bereits im Studium sich angemessen auf die Herausforderungen, aber auch auf die Möglichkeiten von Schülern mit unterschiedlichen Muttersprachen vorzubereiten, so Niedersachsens Wissenschaftsministerin  Gabriele Heinen-Kljajić (Grüne). Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) erklärte, dass eine angemessene Sprachenförderung an Schulen die Bildungschancen für Schüler mit Migrationshintergrund deutlich verbessere.

Unterstützung von der Landeshochschulkonferenz (LHK) Niedersachsen

Unterstützung erhalten die niedersächsischen Hochschulen auch von der Landeshochschulkonferenz (LHK) Niedersachsen. Sie unterstützt inhaltliche und strukturelle Entwicklungsvorhaben, mit denen die Themen Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache in den Pflichtbereich aller Lehramtsstudiengänge eines Landes aufgenommen und in der Schulpraxis gestärkt werden.

Die Hochschulen beteiligen sich unter anderem an der Ausschreibung des Mercator-Instituts für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache der Universität zu Köln. Das Mercator-Institut unterstützt Hochschulen, Deutsch als Zweitsprache in der Lehrerausbildung zu verankern.