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Göttingen Internationale Tagung: Verhältnis von Modernität und Religion in Südostasien
Campus Göttingen Internationale Tagung: Verhältnis von Modernität und Religion in Südostasien
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16:07 20.06.2013
Vor der Paulinerkirche.
Vor der Paulinerkirche. Quelle: Hinzmann
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Göttingen

Veranstalter ist das Kompetenznetzwerk „Dynamiken von Religion in Südostasien“ (DORISEA), das an der Universität Göttingen angesiedelt ist und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird.

Im Gegensatz zu anderen Regionen der Welt schließen sich in Südostasien Religion und Moderne in keiner Weise aus, sondern sind vielmehr untrennbar miteinander verbunden. Im spätsozialistischen Vietnam lebt die Ahnenverehrung auf: Um persönlich oder geschäftlich erfolgreich zu sein, werden intensiv „Geistmedien“ konsultiert.

Geisterfilme

In Malaysia diskutieren malaysische Studierende mit ihren iranischen Kommilitonen, für die Malaysia die erste Etappe auf dem erhofften Weg in die USA oder nach Kanada darstellt, über die rechte Auslegung des Koran. In Geisterfilmen, einem in ganz Südostasien äußerst populären Genre, werden die Verheißungen und Zumutungen der Moderne kommentiert und moralisch verhandelt. Theorien, nach denen Modernisierung zu Säkularisierung führt, gelten außerhalb Europas offensichtlich nicht.

Paulinerkirche

Die viertägige Konferenz wird am Mittwoch, 26. Juni, in der Paulinerkirche, Papendiek 14,  um 16.30 Uhr eröffnet. Prof. Andrea Lauser vom Institut für Ethnologie der Universität Göttingen und Sprecherin des Kompetenznetzwerks DORISEA, wird die Inhalte und Ziele des Forschungsverbundes vorstellen. Um 18 Uhr folgt der Festvortrag von  Prof. Peter Jackson von der Australian National University in Canberra. Er spricht über „Modernity, multiplicity and magic in capitalist Southeast Asia – Conjectures on living with paradox in the 21st century“.

 pug

dorisea.de/de/node/996